Abo
  • Services:

Bundesnetzagentur: Router-Hacker wollten 250.000 Euro erbeuten

Durch eine Reihe von Verboten verhindert die Bundesnetzagentur, dass Betrüger durch Router-Hacking viel Geld machen. Auch der Netzbetreiber muss die Interconnection-Kosten nicht zahlen.

Artikel veröffentlicht am ,
Jochen Homann, der Chef der Bundesnetzagentur, im Interview
Jochen Homann, der Chef der Bundesnetzagentur, im Interview (Bild: Bundesnetzagentur)

Die Betroffenen in einem Fall von Routerhacking müssen nicht zahlen. Das hat die Bundesnetzagentur am 1. Juni 2018 bekanntgegeben. Bei drei Nutzern in Baden-Württemberg wurden innerhalb von drei Tagen über 300.000 Verbindungsminuten zu über 600 ausländischen Rufnummern generiert.

Stellenmarkt
  1. rocon Rohrbach EDV-Consulting GmbH, Mainz
  2. PROTAKT Projekte & Business Software AG, Bad Nauheim

Dies hätte einen Gesamtschaden von insgesamt über 250.000 Euro verursacht. Auch den betroffenen Netzbetreibern sind dabei laut Angaben der Behörde hohe Interconnection-Kosten entstanden.

Durch das Verbot der Rechnungslegung können die Kosten für Verbindungen zu den Rufnummern nicht mehr in Rechnung gestellt werden. Das Inkassierungsverbot verhindert das Eintreiben der Forderungen. Durch das ausdrückliche Auszahlungsverbot für den betroffenen Netzbetreiber werde sichergestellt, dass keine Auszahlung missbräuchlich entstandener Verbindungsentgelte an ausländische Vertragspartner erfolgt.

Bundesnetzagentur veröffentlicht keine technischen Angaben zu dem Hack

"Die Zahlungsflüsse müssen frühzeitig gestoppt werden. Die betroffenen Verbraucher und die involvierten Netzbetreiber werden vor den finanziellen Folgen des Router-Hackings geschützt", erläuterte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Der Netzbetreiber habe die Behörde über die Hackingfälle informiert und die Geldflüsse gekappt.

"In den zugrundeliegenden Fällen bestanden keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass eine softwarebedingte Schwachstelle, die gegebenenfalls durch einen Patch behoben werden könnte, ursächlich war", sagte ein Sprecher der Bundesnetzagentur Golem.de auf Anfrage. Aus "generalpräventiven Gründen" würden keine Details zu betroffenen Modellen oder Methoden der Angreifer mitgeteilt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 119,90€

Sascha Klandestin 04. Jun 2018

Weil sonst jeder Betrogene individuell in einem Gerichtsverfahren seine Unschuld hätte...

asa (Golem.de) 01. Jun 2018

Danke ist berichtigt

Headshotde 01. Jun 2018

Das hat die Bundesnetzagentur am 1. Juli 2018 bekanntgegeben ? Damit ist wohl der 1.Juni...


Folgen Sie uns
       


Toshiba Dynaedge ausprobiert

Das Dynaedge ist wie Google Glass eine Datenbrille. Allerdings soll sie sich an den industriellen Sektor richten. Die Brille paart Toshiba mit einem tragbaren PC - für Handwerker, die beide Hände und ein PDF-Dokument brauchen.

Toshiba Dynaedge ausprobiert Video aufrufen
iOS 12 im Test: Auch Apple will es Nutzern leichter machen
iOS 12 im Test
Auch Apple will es Nutzern leichter machen

Apple setzt mit iOS 12 weniger auf aufsehenerregende Funktionen als auf viele kleine Verbesserungen für den Alltag. Das erinnert an Google und Android 9, was nicht zwingend schlecht ist.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple Siri-Kurzbefehle-App für iOS 12 verfügbar

Elektroroller-Verleih Coup: Zum Laden in den Keller gehen
Elektroroller-Verleih Coup
Zum Laden in den Keller gehen

Wie hält man eine Flotte mit 1.000 elektrischen Rollern am Laufen? Die Bosch-Tochter Coup hat in Berlin einen Blick hinter die Kulissen der Sharing-Wirtschaft gewährt.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Neue Technik Bosch verkündet Durchbruch für saubereren Diesel
  2. Halbleiterwerk Bosch beginnt Bau neuer 300-mm-Fab in Dresden
  3. Zu hohe Investionen Bosch baut keine eigenen Batteriezellen

Gesetzesentwurf: So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen
Gesetzesentwurf
So will die Regierung den Abmahnmissbrauch eindämmen

Obwohl nach Inkrafttreten der DSGVO eine Abmahnwelle ausgeblieben ist, will Justizministerin Barley nun gesetzlich gegen missbräuchliche Abmahnungen vorgehen. Damit soll auch der "fliegende Gerichtsstand" im Wettbewerbsrecht abgeschafft werden.
Von Friedhelm Greis


      •  /