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Bundesnetzagentur: Regeln für Vergabe der 5G-Frequenzen beschlossen

Der Kompromiss für die Versteigerung der 5G-Frequenzen ist bestätigt. Ein flächendeckendes 5G-Netz werde es auf lange Sicht mit den Frequenzen nicht geben, meint der Bitkom.

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Trenching wird auch für Anbindung von 5G wichtig.
Trenching wird auch für Anbindung von 5G wichtig. (Bild: Deutsche Telekom)

Der Beirat der Bundesnetzagentur hat den vorgeschlagenen Auktionsregeln für die Vergabe der 5G-Frequenzen im Frühjahr 2019 zugestimmt. Das gab die Bundesnetzagentur am 26. November 2018 bekannt. "Auch wenn nicht alle Forderungen des Beirates umgesetzt wurden, ist der Plan sowohl von der Quantität als auch von der Qualität her ein wichtiger Sprung nach vorne", sagte der Vorsitzende des Beirates, Joachim Pfeiffer.

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In dem 32-köpfigen Gremium sitzen je zur Hälfte Bundestagsabgeordnete und Vertreter der Bundesländer. Ein Vetorecht für die Entscheidungen der Bundesnetzagentur hat der Beirat nicht.

Die Anrechnungsmöglichkeiten bei Verkehrswegen, mit Ausnahme der Bundesautobahnen, sehe der Beirat sehr kritisch. Die Bundesnetzagentur solle ihre Möglichkeiten ausschöpfen, "die Marktteilnehmer zu maximaler Kooperation zu bewegen".

Der Beirat stellte fest, dass die aktuelle Frequenzvergabe nur ein Teil der Gesamtstrategie 5G ist. Wichtig seien die zukünftigen Vergaben von Flächenfrequenzen. Nur so sieht der Beirat die Möglichkeit, die notwendige flächendeckende Versorgung mit leistungsfähigem Mobilfunk sicherzustellen.

800.000 Funkmasten für 5G

Bitkom-Präsident Achim Berg sagte: "Jetzt wird Spektrum bei 3,6 Gigahertz versteigert, das ist allerdings wegen ungünstiger Ausbreitungsbedingungen für die Flächenversorgung gänzlich ungeeignet. Anstelle von 60.000 Funkmasten braucht man im 3,6er-Band 800.000 Funkmasten, um 98 Prozent der Haushalte mit 5G zu versorgen." Deutschland müsse im Abstand von je einem Kilometer mit Funkmasten gespickt und schachbrettmusterartig aufgebaggert oder aufgefräst werden. Dagegen entstünden schon die ersten Bürgerinitiativen. "In Frequenzbändern unter 1 Gigahertz bräuchte man nicht einmal jeden zehnten Funkmast", erklärte Berg. Hier ist aber in Deutschland DVB-T2 aktiv. Der Frequenzbereich von DVB-T2 liegt im Bereich von 470 MHz bis 690 MHz.

Die Telefónica nannte die beschlossenen Vergabebedingungen einen "zweifelhaften Kompromiss" zwischen zum Teil gegenläufigen Interessen aller Verfahrensbeteiligten. Telefónica-Chef Markus Haas betonte: "Jedoch sprengen die aktuell beschlossenen Vergabebedingungen sowie die politisch beabsichtigte gesetzliche Vorgabe eines Betreiber-Roamings den gültigen rechtlichen Rahmen und hemmen die erforderlichen Milliardeninvestitionen in einen schnellen weiteren Netzausbau."

Die Unionsfraktion erklärte: "Wir sehen jedoch weiterhin die Gefahr, dass in den Bereichen der verpflichtenden Versorgungsauflagen ein Mobilfunkflickenteppich entsteht. Der Bürger findet sich im Funkloch wieder. Das betrifft insbesondere den ländlichen Raum mit den vielen Bundes- und Landstraßen und Schienenstrecken." Hier müsse eine zuverlässige Mobilfunkversorgung für alle Bürger sichergestellt werden. Sollten sich die Mobilfunknetzbetreiber nicht auf freiwillige Kooperationen einigen, müsse die Bundesnetzagentur die Möglichkeit haben, in Ausnahmefällen ein lokales Roaming anzuordnen. "Hierfür schaffen wir in den nächsten Wochen die gesetzlichen Grundlagen." Dafür soll das Telekommunikationsgesetz geändert werden.



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Captain 28. Nov 2018

Phantastalliarden.... Es wurde eine Zahl von 130 Mrd Euro für den Ausbau gennant. Sorry...

luckyfreddy 27. Nov 2018

Irgendwie ist es traurig und ärgerlich zugleich. Bei jeder Wahl immer das gleiche...

SanderK 27. Nov 2018

Bin eh dafür, dass ggf. die Autos untereinander ein Mesh aufbauen. Ob das nun im 5G...

whitbread 27. Nov 2018

lol - DVB-T2 ist doch eh tot. Die Frequenzen können bundesweit genutzt werden. Die...

Bashguy 27. Nov 2018

Ist halt schlecht, wenn sich die Bundesnetzagentur die Zeilen von Politikern und...


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