Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Bundesnetzagentur: Probleme bei der Briefzustellung

Die monatliche Beschwerdezahl bei der Bundesnetzagentur wegen Problemen mit der Zustellung von Briefen hat sich fast verdoppelt.
/ Peter Steinlechner , dpa
26 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Briefkasten in Köln (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)
Briefkasten in Köln Bild: Andreas Rentz/Getty Images

Aus Ärger über verspätete oder verlorene Briefe beschweren sich immer mehr Bürger bei der Bundesnetzagentur(öffnet im neuen Fenster) . Im Oktober 2022 seien rund 9.700 Beschwerden eingegangen und damit fast doppelt so viele wie im September (5.000), teilte die Bonner Regulierungsbehörde auf dpa-Anfrage mit.

Im bisherigen Jahresverlauf 2022 seien es schon mehr als 30.000 Beschwerden gewesen und damit doppelt so viele wie im ganzen Vorjahr (15.000). "Der Trend steigender Beschwerden hält nach wie vor an" , hieß es von der Netzagentur.

Die Post(öffnet im neuen Fenster) spricht von "lokalen Problemen" und begründet diese mit einem hohen Corona-Krankenstand und einem angespannten Arbeitsmarkt.

Die Beschwerden können sich zwar gegen alle deutschen Paket- und Briefdienstleister richten. Konkret geht es in diesem Jahr aber in den meisten kritischen Wortmeldungen um Mängel bei der Briefzustellung bei der Deutschen Post, die jeden Monat etwa 1,2 Milliarden Briefe befördert.

Bundesnetzagetur fordert Sanktionsmöglichkeiten

Die Netzagentur ist eine Anlaufstelle für Beschwerden, viel machen kann die Behörde aber nicht. Bei einer regionalen Häufung von Beschwerden leitet sie sogenannte Anlassprüfungen ein, die eine Art schriftliche Ermahnung sind.

Der Chef der Netzagentur, Klaus Müller, forderte unlängst, seiner Behörde Sanktionsmöglichkeiten einzuräumen und den Druck auf die Post dadurch zu erhöhen. Dies könnte in der anstehenden Postgesetz-Reform geregelt werden.

Vertreter der FDP-Fraktion und der oppositionellen CDU/CSU im Bundestag werteten den Vorstoß des ehemaligen Grünenpolitikers Müller positiv. Die Post wiederum argumentiert, dass Sanktionen in solchen "herausfordernden Situationen" nicht helfen würden.


Relevante Themen