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Bundesnetzagentur: Politische Vorgabe wollte überall in Deutschland 300 MBit/s

Ein Experte der Bundenetzagentur hat am Dienstag in Stuttgart bei Nokia Details aus dem Vorfeld der vergangenen 5G-Auktion offengelegt und worüber insgeheim gestritten worden ist.

Artikel veröffentlicht am ,
Gerhard Jeutter, Referatsleiter bei der Bundesnetzagentur
Gerhard Jeutter, Referatsleiter bei der Bundesnetzagentur (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Bei den Versorgungsauflagen für 5G hat es zuerst ein ganzes System politischer Vorgaben gegeben. Unter anderem sollten "mindestens 300 MBit/s überall in Deutschland geboten werden", sagte Gerhard Jeutter, Referatsleiter bei der Bundesnetzagentur, am 26. November 2019 auf den Nokia Innovation Days in Stuttgart. "Wir haben dagegen erklärt, dass auf dem Land oft nur zwei Nutzer in einer Funkzelle sind. Für 300 MBit/s brauchte man bei den jetzt vergebenen Frequenzen alle paar hundert Meter einen Mast."

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Das hätten die Bundesministerien nicht gewollt, weshalb man sich auf die Auflage für eine Versorgung von 50 MBit/s für 98 Prozent der Haushalte geeinigt habe, erklärte der gelernte Nachrichtentechniker Jeutter. Die Bundesnetzagentur führe auch Gespräche mit der Deutschen Bahn, die Standorte und Glasfaser auch "in der Pampa" bereitstellen müsse.

Campusnetze sollten von Betreibern verhindert werden

Die bundesweiten Betreiber wollten eine Vergabe der Frequenzen für Campusnetze an die Industrie verhindern und hätten ihren politischen Einfluss geltend gemacht. "Die bundesweiten Netzbetreiber sagten, ihr grabt uns damit das ganze Geschäft mit 5G ab, die Industrie ist unser Hauptfokus", sagte Jeutter. Dagegen hätte die Regulierungsbehörde angeführt, dass die Betreiber sich mit ihren 5G-Frequenzen bei den Unternehmen bewerben und Komplettlösungen - geschützte für die Produktion und öffentliche für andere Bereiche - anbieten könnten.

Vergangene Woche sei das Antragsverfahren gestartet worden. "Das hatte etwas gedauert, weil der Bundesfinanzminister nicht mit unserer Gebührenvorstellung einverstanden war und diese um ein Vielfaches erhöht hatte. Es gab die Vorstellung, bei Daimler und BASF Effizienzgewinne abzuschöpfen, wobei Millionen herausspringen sollten." Die Diskussion sei durch mehrere Bundesministerien bis zum Kanzleramt geführt worden. Daher habe sich die Ressortabstimmung hingezogen.

Jeutter betonte, die Behörde habe bei der Versteigerung möglichst viel zusammenpacken wollen. Ziel sei es nicht gewesen, möglichst viel einzunehmen, sondern dass jeder die Frequenzbereiche bekomme, die er brauche.

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iu3h45iuh456 28. Nov 2019

Gibt auch in Deutschland bestimmt erfolgreiche Gründungen die vor 20 Jahren klein...

iu3h45iuh456 28. Nov 2019

Soweit ich gelesen habe, ist 5G eigentlich ein aufgebohrtes LTE. Die Idee, in...

Kadjus 27. Nov 2019

Genau das wollte ich damit ausdrücken.

Schnarchnase 26. Nov 2019

Selbst 100% der Haushalte ist zu wenig, es muss Richtung 100% der Fläche hinauslaufen...


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