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Bundesnetzagentur: Nutzung von Deauthern "ist nicht zulässig"

Golem.de wollte von der Bundesnetzagentur wissen, welche Art Funkstörungen es in Deutschland gibt. Von Deauthern, die andere Router abmelden, bis zu Störsendern im Mobilfunk wird große Vielfalt geboten.

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Angebot eines Deauthers von Dstike
Angebot eines Deauthers von Dstike (Bild: Dstike)

Der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur bearbeitet eine Anzahl verschiedener Störungen, darunter auch durch Deauther. Das erklärte Fiete Wulff, Sprecher der Bundesnetzagentur, Golem.de auf Anfrage. "Diese Geräte nutzen eine Funktion des WLAN-Übertragungsprotokolls aus und melden andere WLAN-Router gezielt ab, um mehr Bandbreite für die eigene Nutzung zur Verfügung zu stellen. Die Nutzung von Deauthern ist nicht zulässig."

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WLAN-Geräte im 5,6-GHz-Bereich könnten im gleichen Frequenzbereich Wetterradare stören, wenn die für WLAN vorgeschriebene dynamische Frequenzwahl ausgeschaltet werde. Die Radare seien aber "bevorrechtigt". "Umgekehrt melden WLAN-Nutzer Störungen, weil es im Umkreis von Wetterradaren zu Einschränkungen kommt, die zu Kapazitätsengpässen bei nutzbaren Kanälen führen. Im 2,4-GHz-Bereich findet der Prüf- und Messdienst WLAN-Nutzungen auf dem Kanal 14, der hierfür in Deutschland nicht zur Verfügung steht", sagte Wulff.

In Mobilfunknetzen könnten Störungen bei Basisstationen auftreten, die von Komponenten von Satellitenempfangsanlagen abgestrahlt werden. Dies betrifft unter anderem LTE bei 850 MHz, hier können defekte LNBs der Parabolantenne störende Abstrahlungen im Bereich 850 MHz durch Mischung der bei LNBs üblichen Oszillatorfrequenzen 10,6 GHz und 9,75 GHz (Differenz 850 MHz) erzeugen. Wulff erklärte: Störungen können bei UMTS im 1.800-MHz-Bereich durch undichte Anschlüsse oder schlecht geschirmte Leitungen der Außeneinheit der Satellitenempfangsanlage und zum Receiver verursacht werden. "Die vom LNB heruntergemischten Frequenzen umfassen diesen Bereich. Die abgestrahlten Signale erhöhen den Rauschpegel an der Basisstation und führen zu einem deutlichen Performanceverlust der Zelle". Der Prüf- und Messdienst findet auch immer wieder Störsender, rechtlich handele es sich dann um eine unerlaubte Frequenznutzung.

Störungen von DSL-Anschlüssen treten auf, wenn defekte Netzteile Störimpulse in das Stromnetz einspeisen, die über den Stromanschluss die Synchronisation des Routers beeinträchtigen. Ebenso kann es zu einer Abstrahlung der Störimpulse von der Stromleitung in die häufig parallel geführte Telefonleitung kommen. Dies führe zu einer deutlichen Reduktion der Datenrate des DSL-Anschlusses.

Eine weitere Störquelle sind Kollisionen bei der Frequenznutzung von Funkkopfhörern, Funkautoschlüsseln und Funkgaragentoröffnern in räumlicher Nähe. Allerdings könnten auch defekte Geräte, eine fehlerhafte Einstellung oder unzulässige Nutzungen Störungen verursachen.

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Potrimpo 06. Mär 2020

Gtifighter 10. Jan 2020

Ja wär halt mal schön zu wissen, auf wen und auf was du dich hier mit deinem...

Ankerwerfer 09. Jan 2020

Die meisten von denen sind direkt weggegangen, wenn ich mit Messer auf sie zugekommen...

Gtifighter 08. Jan 2020

Das liegt daran, dass Deutschland den Ausbau von Sendemasten verkackt hat. Wenn du es...

M.P. 08. Jan 2020

Und manche ewigen Studenten mit reichen Eltern verlängern ihr Studium immer weiter, um...


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