Bundesnetzagentur: Nutzer lassen sich niedrige Datenraten nicht mehr gefallen
Kaum ein Nutzer erreicht laut Breitbandmessung die zugesagte Datenrate und die Zahl der Beschwerden bei der Bundesnetzagentur steigt, wenn auch auf niedrigem Niveau. Wie der Sprecher der Bundesnetzagentur Michael Reifenberg Golem.de auf Anfrage sagte, lag die Anzahl von Anliegen zu nicht erreichten Datenraten im ersten Quartal des Jahres 2021 bei circa 500. Im Jahr 2020 seien es etwa 1.800 gewesen. Auch im Leserforum von Golem.de berichten sehr viele Betroffene von ihren Problemen.
Die Bundesnetzagentur rät Betroffenen, mit protokollierten Messungen "etwaige zivilrechtliche Ansprüche aus dem Vertragsverhältnis gegenüber dem jeweiligen Anbieter – bei Bedarf mit der Unterstützung durch einen Verbraucherverband oder einen Rechtsanwalt – geltend zu machen."
Spürbare Strafen gefordert
Erst wenn sie die Abweichungen bei ihrem Anbieter geltend gemacht haben, können sich Betroffene mit dem Anliegen an die Bundesnetzagentur wenden(öffnet im neuen Fenster) . Die Behörde setzt zur Lösung der Probleme auf eine "aktive Einbeziehung der Unternehmen" , wie der Sprecher sagte. Endkunden haben zudem die Möglichkeit, einen Antrag auf Einleitung eines Schlichtungsverfahrens(öffnet im neuen Fenster) bei der Schlichtungsstelle Telekommunikation der Bundesnetzagentur zu stellen. Im ersten Quartal des Jahres 2021 habe die Anzahl der Schlichtungsanträge bei 58 gelegen, im gesamten Jahr 2020 seien es 126 Anträge gewesen, berichtet Reifenberg.
Spürbare Bußgelder für Telekommunikationsanbieter, die falsche Angaben zu verfügbaren Übertragungsraten machen, fordert Ralph Lenkert (Die Linke), der im Beirat der Bundesnetzagentur sitzt. Kunden würden mit falschen Angaben zu verfügbaren Übertragungsraten betrogen, sagte er. Unkorrekte Angaben zu Übertragungsraten sollten mit empfindlichen Ordnungsgeldern belegt werden.
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