Bundesnetzagentur: Noch wenige Vectoring-Anschlüsse in Deutschland
Erst 6 Prozent der VDSL-Anschlüsse wurden Ende 2016 in Deutschland mit Vectoring genutzt. Insgesamt bekamen 20 Prozent Vectoring angeboten. Im TV-Kabelnetz sieht es besser aus, zumindest theoretisch.
Ende 2016 waren erst 6 Prozent der geschalteten VDSL-Anschlüsse mit Vectoring-Datenraten von nominell 100 MBit/s ausgestattet. Das geht aus dem Jahresbericht 2016 der Bundesnetzagentur hervor, der am 8. Mai 2017 veröffentlicht wurde. "Insgesamt verfügten zu diesem Zeitpunkt schätzungsweise 20 Prozent der aktiven VDSL-Anschlüsse über ein Vectoring-Profil." Grundlage sind vorläufige Berechnungen der Bundesnetzagentur.
An der Gesamtzahl aller DSL-Anschlüsse konnte VDSL mit einem Bestand von rund 7,2 Millionen Anschlüssen einen Anteil von 30 Prozent bis zum Jahresende 2016 erreichen. Rund 4,2 Millionen VDSL-Kunden waren bei der Deutschen Telekom.
Die Nachfrage nach den beiden örtlich begrenzten Varianten FTTB (Fiber To The Building) und FTTH (Fiber To The Home) ist laut Bundesnetzagentur noch relativ gering. Zum Jahresende 2016 entfielen knapp 324.000 Anschlüsse auf FTTB und rund 252.000 auf FTTH. Das Potenzial dieser Infrastrukturen ist mit etwa 2,4 Millionen verfügbaren Anschlüssen deutlich höher. Hier macht die Behörde keine Angaben dazu, wer die Betreiber sind.
Mehr Speed im Kabelnetz
Sehr hohe Datenraten werden bereits im TV-Kabelnetz geboten: Zum Jahresende 2016 wurden rund 7,2 Millionen Anschlüsse über HFC-Netze genutzt, das ist eine Steigerung von 600.000 im Vergleich zum Vorjahr. Dabei entfielen laut den Angaben auf nachgefragte Bandbreiten ab 100 MBit/s fast 2,8 Millionen Anschlüsse. Angeboten würden in den aus Glasfaser- und Koaxialleitungen bestehenden Netzen bis zu 400 MBit/s im Download. Doch hier müssen sich die Nutzer in einem Node die Datenrate teilen, was zu sehr viel niedrigeren erreichten Datenraten in den Abendstunden führt.
Das in Festnetzen abgewickelte Datenvolumen ist innerhalb der vergangenen zwei Jahre signifikant gestiegen. Voraussichtlich wurden bis Ende 2016 insgesamt etwa 22,5 Milliarden GByte von den Verbrauchern genutzt. Dies entspräche pro Nutzer einem monatlichen Datenvolumen von rund 60 GByte. Damit hätte sich das Datenvolumen in Festnetzen innerhalb von zwei Jahren nahezu verdoppelt. Die Verkehrsmenge des IP-TV der Deutschen Telekom AG ist hier nicht enthalten.
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Ist für mich persönlich eher hinnehmbar. Gut ist für mich, wenn es über Monate stabil...
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