Bundesnetzagentur: Nicht mal ein Viertel erreicht die versprochene Datenrate

Im Mobilfunk fällt die Breitbandmessung der Bundesnetzagentur sogar noch erheblich schlechter aus.

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So ist derzeit die Datenrate bei Golem.de-Redakteur Achim Sawall.
So ist derzeit die Datenrate bei Golem.de-Redakteur Achim Sawall. (Bild: Breitbandmessung der BnetzA/Golem.de)

Nur bei 24 Prozent der Nutzer kommt die von den Netzbetreibern versprochene Datenübertragungsrate im Download auch an. Das gab die Bundesnetzagentur am 22. April 2021 für ihre Breitbandmessungen im Zeitraum vom 1. Oktober 2019 bis zum 30. September 2020 in ihrem Jahresbericht bekannt. Im Vorjahreszeitraum wurde das sogar bei nur 16,4 Prozent der Nutzer erreicht.

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Im Download erhielten 73,6 Prozent der Nutzer (im Vorjahr 70,8 Prozent) bei stationären Breitbandanschlüssen wenigstens die Hälfte der vertraglich vereinbarten Datenrate.

"Zwar erreichen Kunden nach wie vor oft nicht die Geschwindigkeit, die vertraglich in Aussicht gestellt wurde, aber es lassen sich insbesondere bei stationären Breitbandanschlüssen leichte Verbesserungen feststellen" sagte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. "Das ist erfreulich, weil die Coronapandemie auch den Telekommunikationssektor vor immense Herausforderungen stellt."

Mobilfunk schneidet noch schlechter ab

Im aktuellen Berichtszeitraum lag das Niveau bei mobilen Anschlüssen noch deutlich unter dem von stationären. Nur bei 2,1 Prozent der Nutzer wurde die versprochene Datenrate voll erreicht oder gar überschritten (2018/2019: 1,5 Prozent).

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Im Download erreichten wenigstens 17,4 Prozent der Nutzer (2018/2019: 14,9 Prozent) mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten Datenrate. In höheren Datenratenklassen wurden sogar noch niedrigere Prozentwerte festgestellt.

Eine Veränderung der Datenraten im Download und Upload sowie für die gemessene Laufzeit durch die Pandemie konnte in den betreffenden Quartalen nicht festgestellt werden. Insgesamt wurden für stationäre Anschlüsse 949.414 und für mobile 448.058 valide Messungen berücksichtigt (2018/2019: stationär 829.426; mobil 527.558).

Datenrate: Linke fordert empfindliche Strafen

Spürbare Bußgelder für Telekommunikationsanbieter, die falsche Angaben zu verfügbaren Übertragungsraten machen, hatte Ralph Lenkert (Die Linke) der im Beirat der Bundesnetzagentur sitzt, vor einem Jahr gefordert. Kunden würden mit falschen Angaben zu verfügbaren Übertragungsraten betrogen, sagte er.

Lenkert sagte Golem.de am 23. April 2021 auf Anfrage: "Die neue Messung bestätigt, dass es keine freiwillige Korrektur der Falschangaben bei Internetanschlüssen geben wird. Hier auf das Entgegenkommen der Industrie zu hoffen, ist naiv. Deshalb hat Die Linke einen Antrag im Bundestag eingebracht, der das Recht auf schnelles Internet gesetzlich festlegen möchte und nicht korrekte Angaben zu Übertragungsraten mit empfindlichen Ordnungsgeldern belegen will." Der Bundestag könne mit einer Zustimmung zu dem Antrag dieses unlautere Geschäftsgebaren der Telekommunikationsunternehmen schnell beenden.

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