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Bundesnetzagentur: Mobilfunkbetreiber vermissen Chefplaner bei 5G-Auktion

Die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica kritisieren, dass der für die 5G-Auktion zuständige Abteilungsleiter im Urlaub und danach in Pension ist. Zudem drängt man weiter auf die Abschaffung der Vergabe durch Auktionen.
/ Achim Sawall
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Rüdiger Hahn von der Bundesnetzagentur (Bild: Bundesnetzagentur)
Rüdiger Hahn von der Bundesnetzagentur Bild: Bundesnetzagentur

Die Netzbetreiber in Deutschland kritisieren die Bundesnetzagentur wegen des fehlenden Abteilungsleiters der Behörde, der für die 5G-Auktion zuständig ist. Das berichtet das Handelsblatt(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Vertreter der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica.

Abteilungsleiter Rüdiger Hahn geht zum 1. Juli 2019 in den Ruhestand, hat aber aufgrund von Resturlaub bereits seine operativen Aufgaben abgegeben, sagte ein Sprecher der Bundesnetzagentur dem Handelsblatt. Damit fehlt der Behörde während der 5G-Auktion der Chefplaner, der bislang alle Frequenzversteigerungen in Deutschland betreut hat. Noch gibt es keinen Nachfolger für Hahn. "Die Stelle des Abteilungsleiters wird zeitnah intern ausgeschrieben. Es ist beabsichtigt, eine zügige Nachbesetzung zu gewährleisten", sagte der Behördensprecher.

Mobilfunker wollen Frequenzen gratis

Die Mobilfunkkonzerne schlagen zudem einen Alternativplan vor, nachdem die Bundesnetzagentur künftig die Hoheit über die Frequenzversteigerung verliert und stattdessen das Bundesverkehrsministerium die Frequenzen an Firmen verteilt. Telekom, Vodafone und Telefónica hatten sich bereits im vergangenen Jahr für ein entsprechendes Verfahren – Beauty Contest genannt – ausgesprochen, waren jedoch bei der Regierung gescheitert.

Telekommunikationsexperten warnten vor einem solchen Vorgehen. "Es muss in der Zukunft darum gehen, die Auktionsregeln zu verbessern, nicht die Idee der Auktion zu begraben", forderte Spieltheoretiker Stephan Knapek von der Beratungsgesellschaft TWS Partners. Sollte das Bundesverkehrsministerium mit der Vergabe der Frequenzen betraut werden, entstünden dadurch Risiken, warnte Professor Jens Böcker von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg: "Die Gefahr einer politischen Einflussnahme ist beim Verkehrsministerium größer als bei der Netzagentur."


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