Bundesnetzagentur: Mobilfunkanlagen müssen gegen Stromausfälle gesichert sein

Seit dem Hochwasser wird die Ausfallsicherheit der Mobilfunkbetreiber diskutiert. Die Bundesnetzagentur hat dazu einiges zu sagen.

Artikel veröffentlicht am ,
Kernnetz: Nur-Blei-Batterien als Teil der USV bei Telefónica Deutschland
Kernnetz: Nur-Blei-Batterien als Teil der USV bei Telefónica Deutschland (Bild: Telefónica Deutschland)

Die Bundesnetzagentur widerspricht Aussagen, nach denen Mobilfunkbetreiber keinen staatlichen Auflagen zur Ausfallsicherheit folgen müssten. Michael Reifenberg, Sprecher der Bundesnetzagentur, sagte Golem.de auf Anfrage, der Katalog von Sicherheitsanforderungen umfasse auch die Stromversorgung und "physische und elementare Schutzanforderungen".

Stellenmarkt
  1. IT Projektleiter / Solution Architect für Product Support Systeme (all genders)
    MTU Aero Engines AG, München
  2. (Junior) Product Manager (m/w/d) - eCommerce
    dsb ccb solutions GmbH, Neckarsulm
Detailsuche

Hier seien "angemessene technische Vorkehrungen und sonstige Maßnahmen zu treffen", erklärte Reifenberg. Einzelheiten ergäben sich aus Paragraf 109 des Telekommunikationsgesetzes sowie dem Katalog von Sicherheitsanforderungen. "Die konkreten Anforderungen richten sich nach der Kritikalität der betroffenen Netzebene", sagte Reifenberg.

So ist in einem Telefónica-Standort im Süden Berlins, der zum Kernnetz des Konzerns gehört, aus Sicherheitsgründen nicht einmal von außen erkennbar, wer Mieter des Gebäudes ist. Nur nach einer Sicherheitsüberprüfung gelangt man ins Innere.

Der Leiter Planung und Technik des Bayrischen Rundfunks, Helwin Lesch, hatte mit Blick auf Umweltkatastrophen wie dem Julihochwasser 2021 in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erklärt, die Mobilfunkbetreiber hätten bei jedem Standort nur die Rendite als einziges Ziel. Bei den Mobilfunkplattformen sei "keine Reserve da. Da sind ein paar Kondensatoren, die noch eine Weile, ein paar Minuten vielleicht, das Ding am Leben halten", erklärte Lesch. Der Weiterbetrieb sei laut Lesch schlicht nicht im Zielkorridor der Mobilfunkunternehmen, wozu es auch keine staatlichen Auflagen gebe.

Golem Karrierewelt
  1. Entwicklung mit Unity auf der Microsoft HoloLens 2 Plattform: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    06./07.02.2023, Virtuell
  2. Certified Network Defender (CND): virtueller Fünf-Tage-Workshop
    06.-10.02.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Auch Telefónica erklärte: "Diese Sichtweise von Herrn Lesch ist so nicht korrekt. Grundsätzlich schützen wir unsere Mobilfunkanlagen gegen kurzzeitige Stromausfälle - mindestens mit leistungsfähigen Akkumulatoren, an wichtigen und größeren Standorten wie Netzknoten zudem zusätzlich unter anderem auch mit Diesel-Notstromaggregaten als Netzersatzanlage (NEA) bei längerfristigen Unterbrechungen der Energieversorgung", sagte Telefónica-Sprecher Jörg Borm.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


chefin 07. Okt 2021

100% Ack Wir können nicht alles abfangen, es gibt Grenzen und egal was wir auch bauen...

chefin 07. Okt 2021

Zwingend erforderlich. Insel funktioniert nicht. Du kannst nichts verschicken, weil du...

chefin 07. Okt 2021

So hört sich das richtig gut an. Aber geh mal ins Detail. Wo soll dieser Einspeisepunkt...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bundesweiter Warntag
"Es wird richtig, richtig laut!"

Zum Warntag am 8. Dezember werden Warnungen erstmals über Cell Broadcast an Mobilgeräte verschickt. Der Anteil der erreichbaren Nutzer ist weiter unklar.
Ein Bericht von Christiane Schulzki-Haddouti und Friedhelm Greis

Bundesweiter Warntag: Es wird richtig, richtig laut!
Artikel
  1. Grafikkarten: Die Geforce GTX 1060 belegt nicht mehr Platz 1 auf Steam
    Grafikkarten
    Die Geforce GTX 1060 belegt nicht mehr Platz 1 auf Steam

    Nvidia hat seit langem keine wirklich günstigen Grafikkarten mit neuem Chipdesign herausgebracht. Deshalb ist der neue Platz 1 auch älter.

  2. FTTH: Wer zu Hause um 10 GBit/s symmetrisch braucht
    FTTH
    Wer zu Hause um 10 GBit/s symmetrisch braucht

    In den USA sind sehr hohe symmetrische Gigabit-Datenraten für Privathaushalte in Vorbereitung. Wir haben bei deutschen Firmen nachgefragt, wie es hier damit aussieht - und sind in der Schweiz gelandet.
    Eine Recherche von Achim Sawall

  3. Klimaschutz: KIT-Anlage macht die Luft sauber und erzeugt Kohlenstoff
    Klimaschutz
    KIT-Anlage macht die Luft sauber und erzeugt Kohlenstoff

    Einen doppelten Nutzen hat eine Pilotanlage am KIT: Sie entfernt Kohlendioxid aus der Luft und macht daraus unter anderem Baumaterial für Akkus.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5 bei Amazon bestellbar • Tiefstpreise: Asus RTX 4080 1.689,90€, MSI 28" 4K 579€, Roccat Kone Pro 39,99€, Asus RTX 6950 XT 939€ • Alternate: Acer Gaming-Monitor 27" 159,90€, Razer BlackWidow V2 Mini 129,90€ • 20% Extra-Rabatt bei ebay • Amazon Last Minute Angebote [Werbung]
    •  /