Bundesnetzagentur: Mehr Störungen in Festnetz und Mobilfunk in Deutschland
Der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur hat im Jahr 2016 über 6.000 Funkstörungen ermittelt und beseitigt. Das gab die Behörde am 13. Januar 2017 bekannt(öffnet im neuen Fenster). Die Anzahl der Funkstörungen blieb im Vergleich zum Vorjahr konstant. Störungen der breitbandigen Datenübertragung in Telefon und Kabelnetzen, bei WLAN, Bluetooth, CB-Funk und im Mobilfunk nahmen zu.
"Insbesondere neue und innovative Funkanwendungen erschweren es, die Ursache von Störungen einzugrenzen und zu beseitigen. Beispielsweise können Mobilfunksender durch defekte oder unfachmännisch aufgebaute Satellitenempfangsanlagen beeinträchtigt werden", erklärte die Behörde.
Prasseln im Radio oder Streifen auf dem Fernsehbildschirm
"Immer vielfältigere Funkanwendungen machen die Ermittlung und Behebung von Störungen komplexer", erklärte Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. Der Prüf- und Messdienst der Bundesnetzagentur mit Fachleuten und Messtechnik sei an 19 Standorten im Bundesgebiet vertreten.
In den vergangenen Jahren hätten sich die Ursachen von Funkstörungen deutlich verändert. Die Anzahl der Rundfunkstörungen gehe kontinuierlich zurück, häufig zu erkennen an Prasseln im Radio oder Streifen auf dem Fernsehbildschirm.
Nur begrenzt lasse sich helfen, wenn eine Störung in einem ISM-Frequenzband oder bei allgemein zugeteilten Frequenznutzungen auftrete. ISM-Frequenzbereiche sind Frequenzen mit "gemischter Nutzung", in denen auch Funkanlagen mit geringer Leistung und Reichweite in hohen Stückzahlen für unterschiedlichste Anwendungen betrieben werden. Dies sind Garagentoröffner, Wegfahrsperren, Türverriegelungen, Strichcodeleser, Babyüberwachungsanlagen und einige CB-Funkkanäle.
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