Abo
  • IT-Karriere:

Bundesnetzagentur: Keine Regulierung für Glasfaserausbau von EWE und Telekom

EWE und Telekom kommen mit ihrem Zwei-Milliarden-Euro-Projekt für FTTH voran. Die Bundesnetzagentur lässt sie eine Million Privathaushalte direkt an Glasfaser anschließen, ohne die Zugangspreise für Konkurrenten zu regulieren.

Artikel veröffentlicht am ,
Telekom-Chef Tim Höttges (rechts) und EWE-Vorstand Michael Heidkamp
Telekom-Chef Tim Höttges (rechts) und EWE-Vorstand Michael Heidkamp (Bild: Deutsche Telekom)

Das gemeinsame Glasfaserunternehmen von EWE und Deutscher Telekom unterliegt nicht der Regulierung für TAL oder Bitstrom. Diese Entscheidung der Beschlusskammer 3 hat die Bundesnetzagentur in ihrem aktuellen Amtsblatt 14/2018 veröffentlicht. Die Konkurrenten 1&1 und Vodafone hatten eine Öffnung der Glasfasernetze gefordert und wollten einen Zugang zu regulierten Preisen durchsetzen.

Stellenmarkt
  1. Verbraucherzentrale Baden-Württemberg e. V., Stuttgart
  2. Stromnetz Hamburg GmbH, Hamburg

Das Joint Venture solle kein Rechtsnachfolger der Telekom sein, hieß es zur Begründung. Es sei nicht als Unternehmen "mit beträchtlicher Marktmacht" identifiziert. Gegen die Entscheidung der Beschlusskammer können die Firmen beim Verwaltungsgericht Köln klagen.

Die Kooperation muss jedoch noch vom Bundeskartellamt genehmigt werden. Telekom-Sprecher Andreas Middel sagte Golem.de auf Anfrage: "Da sitzen wir an der Vorbereitung der Anmeldung. Dass das nicht der bisherigen Regulierung unterliegt, ist schon einmal sehr erfreulich. Wir suchen Kooperation, keiner kann den Glasfaserausbau allein stemmen."

Billigpreise im teuren FTTH-Netz?

Eine andere Entscheidung hätte bedeutet, dass Firmen, die Glasfaser ausbauen, ihr Netz dann Konkurrenten zu Preisen wie im Kupfernetz bereitstellen müssten. Das Gemeinschaftsunternehmen will Konkurrenten jedoch die Mitnutzung der Anschlüsse zu "kommerziellen Bedingungen" ermöglichen.

Die Telekom und EWE planen, über eine Million Privathaushalte direkt an Glasfaser anzuschließen. Das gaben die Partner im Dezember 2017 bekannt. Die Netzbetreiber wollen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen zusammenarbeiten und in den nächsten zehn Jahren vor allem in ländlichen Gebieten ausbauen. EWE plante schon seit Dezember 2016, in den kommenden zehn Jahren über eine Milliarde Euro in den Glasfaserausbau zu investieren und über eine Million Haushalte im Nordwesten direkt mit einem Glasfaserhausanschluss auszustatten. Ewe-Sprecher Mathias Radowski sagte Golem.de im Dezember 2017: "Das geplante Gemeinschaftsunternehmen wird den FTTH-Ausbau übernehmen. Bis zum Start des Unternehmens werde EWE den FTTH-Ausbau normal weiterführen." Danach übernehme das Gemeinschaftsunternehmen den FTTH-Ausbau für Privatkunden komplett.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 299,00€
  2. 334,00€
  3. 72,99€ (Release am 19. September)

senf.dazu 09. Aug 2018

ob da wohl irgendwo ne lange Liste von Orten in der Pampa kursiert, in der die Orte nach...

senf.dazu 09. Aug 2018

Deutsche Glasfaser kooperiert mindestens mit Vodaphone und seit kurzem Gasline beim...

RipClaw 09. Aug 2018

Wirf mal einen Blick nach Schweden. Eine Faser ins Haus aber dutzende Provider zur...

senf.dazu 09. Aug 2018

Grundsätzlich ist ja open-access (wie's anscheinend in Schweden funktioniert) ne schöne...


Folgen Sie uns
       


Probefahrt mit dem e.Go Life

Der e.Go Life ist ein elektrisch angetriebener Kleinwagen des neuen Aachener Automobilherstellers e.Go Mobile. Wir haben eine Probefahrt gemacht.

Probefahrt mit dem e.Go Life Video aufrufen
Chromium: Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen
Chromium
Der neue Edge-Browser könnte auch Chrome besser machen

Build 2019 Wie sieht die Zukunft des Edge-Browsers aus und was will Microsoft zum Chromium-Projekt beitragen? Im Gespräch mit Golem.de gibt das Unternehmen die vage Aussicht auf einen Release für Linux und Verbesserungen in Google Chrome. Bis dahin steht viel Arbeit an.
Von Oliver Nickel

  1. Browser Edge auf Chromium-Basis wird Netflix in 4K unterstützen
  2. Browser Microsoft lässt nur Facebook auf Flash-Whitelist in Edge
  3. Microsoft-Browser Edge bekommt Chromium-Herz

Kontist, N26, Holvi: Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer
Kontist, N26, Holvi
Neue Banking-Apps machen gute Angebote für Freelancer

Ein mobiles und dazu noch kostenloses Geschäftskonto für Freiberufler versprechen Startups wie Kontist, N26 oder Holvi. Doch sind die Newcomer eine Alternative zu den Freelancer-Konten der großen Filialbanken? Ja, sind sie - mit einer kleinen Einschränkung.
Von Björn König


    Lightyear One: Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom
    Lightyear One
    Luxus-Elektroauto fährt auch mit Solarstrom

    Ein niederländisches Jungunternehmen hat ein ungewöhnliches Fahrzeug entwickelt, das Luxus und Umweltfreundlichkeit kombiniert. Solarzellen auf dem Dach erhöhen die Reichweite um bis zu 220 Kilometer.
    Von Wolfgang Kempkens

    1. EZ-Pod Renault-Miniauto soll Stadtverkehr in Kolonne fahren
    2. Elektromobilität EnBW will weitere 2.000 Schnellladepunkte errichten
    3. Elektromobilität Verkehrsminister will Elektroautos länger und mehr fördern

      •  /