Bundesnetzagentur: Investitionen der Telekom zurückgegangen

Im vergangenen Jahr haben die Konkurrenten der Telekom mehr investiert. Ohne diese Steigerung der Ausgaben hätte es keinen Zuwachs gegeben.

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Mobilfunknetz von Vodafone
Mobilfunknetz von Vodafone (Bild: Vodafone Deutschland)

Die Investitionen der Deutschen Telekom sind um 0,1 Milliarden Euro auf 4,3 Milliarden Euro im Jahr 2017 zurückgegangen. Das geht aus dem Jahresbericht 2017 der Bundesnetzagentur hervor, der am 8. Mai 2018 vorgestellt wurde. Dennoch investiert die Telekom damit von allen Netzbetreibern in Deutschland am meisten.

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Die Investitionen in Sachanlagen auf dem Telekommunikationsmarkt haben sich weiter erhöht. Mit 8,5 Milliarden Euro übertrafen sie den Wert des Vorjahres um 0,2 Milliarden Euro. Doch diese Entwicklung war laut Bundesnetzagentur den steigenden Einsätzen der Wettbewerber der Telekom zuzuschreiben. Sie investierten 4,2 Milliarden Euro im Jahr 2017, verglichen mit 3,9 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Damit konnten die Wettbewerber ein Plus von fast acht Prozent erzielen.

Die Investitionstätigkeit hat sich im Festnetz auf den Glasfaserausbau und die Aufrüstung der Kabelnetze sowie auf die Umstellung auf IP-basierte Netze konzentriert. Der Fokus im Mobilfunk lag auf dem Ausbau der LTE-Netze.

Bundesnetzagentur: Ausgaben für den Netzausbau

Die Unternehmen investierten demnach überwiegend in neue Breitbandnetzinfrastrukturen. Im Jahr 2017 betrug deren Anteil ungefähr 69 Prozent. In den Erhalt bereits bestehender Breitbandnetze flossen circa 14 Prozent und auf sonstige Investitionen entfielen etwa 17 Prozent. Hierzu zählten unter anderem Investitionen in Endgeräte der Kunden, der Ausbau von Rechenzentren und Investitionen für die Kundenbetreuung.

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Das Datenvolumen in Fest- und Mobilfunknetzen ist erneut rasant angestiegen. Im Jahr 2017 wurden etwa 33 Milliarden GByte Daten über Festnetze übertragen. Das ist eine Steigerung von rund 47 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Über Mobilfunknetze wurden circa 1,4 Milliarden GByte übertragen, 2016 waren es noch 918 Millionen GByte, eine Steigerung um 52 Prozent.

Gleichzeitig sinkt durch die Verbreitung von Messenger-Diensten wie Whatsapp die Zahl der in Deutschland versendeten SMS. Im Jahr 2015 wurden etwa 16,6 Milliarden SMS abgeschickt, 2017 waren es etwa 10,4 Milliarden. Der Höhepunkt lag 2012 bei fast 60 Milliarden SMS.

Auch das Gesamtvolumen der abgehenden Gesprächsminuten ist sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk rückläufig. Im Festnetz sank der Anteil im Jahr 2017 auf 120 Milliarden Minuten, nach 131 Milliarden im Vorjahr. Im Mobilfunk wurden 2017 nur noch 115 Milliarden Minuten erreicht, 2016 waren es noch 116 Milliarden. Etwa zwei Drittel aller Gesprächsminuten im Festnetz wurden bis Ende 2017 IP-basiert realisiert.

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