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Bundesnetzagentur: Interaktive Karte zeigt Lücken bei der Internetversorgung

Eine interaktive Karte der Bundesnetzagentur zeigt, wo die Mindestanforderungen bei der Internetversorgung nicht erreicht werden.
/ Ingo Pakalski
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Interaktive Karte der Bundesnetzagentur zeigt Lücken bei der Internetversorgung. (Bild: Mandel Ngan/Afp Via Getty Images)
Interaktive Karte der Bundesnetzagentur zeigt Lücken bei der Internetversorgung. Bild: Mandel Ngan/Afp Via Getty Images

Die Bundesnetzagentur bietet ein neues Tool an, um Lücken bei der Versorgung mit Telekommunikationsdiensten anzuzeigen. Damit kann geprüft werden, ob das Recht auf Versorgung mit Telekommunikationsdiensten (RaVT) an der eigenen Wohnanschrift erfüllt wird. Diese Karte soll Betroffenen helfen, das Recht auf eine angemessene Internetversorgung durchzusetzen.

Das Werkzeug nennt sich Karte Mindestversorgung alias Marktüberwachungstool(öffnet im neuen Fenster) und erlaubt es, die eigene Wohnanschrift per Eingabe zu suchen, um sich über die Versorgungslage zu informieren. Berücksichtigt sind leitungsgebundene Techniken wie Glasfaser, DSL und Kabelanschluss sowie die Versorgung mit Mobilfunktechnik. Eine mögliche Internetversorgung mit Satellitentechnik wird bislang nicht berücksichtigt.

Die Bundesnetzagentur weist darauf hin, dass sich die interaktive Karte noch in einer Testphase befindet. Integriert sind Daten des Breitbandatlas vom 31. Dezember 2024, der Stand des Mobilfunk-Monitorings vom 30. April 2025 sowie die Daten aus Produktinformationsblättern bis zum Stichtag 11. November 2024.

Das verlangt das Gesetz

Damit die gesetzlich geregelte Mindestversorgung erfüllt ist, müssen an der eigenen Wohnanschrift folgende Parameter erfüllt sein: Im Download wird eine Geschwindigkeit von mindestens 15 MBit pro Sekunde erwartet, 5 MBit pro Sekunde müssen es als Upload-Geschwindigkeit sein. Die Latenz darf maximal 150 Millisekunden betragen.

Mit dem neuen Tool sollen sich nicht nur Kunden informieren können, es soll auch Telekommunikationsunternehmen einen Anhaltspunkt für eine Unterversorgung geben. Dargestellt wird die Versorgungsstufe mit 100 x 100 Meter Gitterzellen, zu erkennen ist die Vergrößerungsstufe Städte im Maßstab von 1:160.000.

Ein grüner Bereich zeigt eine Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen, ein roter Bereich weist auf eine mögliche Unterversorgung in jeweiligen Gebiet hin.


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