Bundesnetzagentur: Homeoffice wäre ohne Vectoring nicht möglich gewesen

Homann nutzt den Zufall einer weltweiten Pandemie zur Rechtfertigung für die Vectoring-Förderung der Bundesnetzagentur.

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Super-Vectoring-Werbung der Telekom in Berlin
Super-Vectoring-Werbung der Telekom in Berlin (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Laut dem Chef der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, wäre die Homeoffice-Versorgung in Deutschland ohne die umstrittene Vectoring-Entscheidung seiner Behörde nicht möglich gewesen: "Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass die Netze den gestiegenen Anforderungen gewachsen sind. Das ist ein Erfolg. Rückblickend sollten sich manche Kritiker die Frage stellen, wie dies gewesen wäre, wenn es die Bundesnetzagentur mit ihrer ausgewogenen Vectoring-Entscheidung nicht ermöglicht hätte, zügig deutlich höhere Bandbreiten nutzen zu können."

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Der nächste Schritt sei jetzt eine flexible Regulierung, die den Glasfaserausbau unterstütze, sagte Homann am 19. Mai 2021 bei der Jahrespressekonferenz der Bundesnetzagentur.

Durch den Zufall einer weltweiten Pandemie werde der politische Fehler keineswegs korrigiert, hatte VATM-Geschäftsführer Jürgen Grützner bereits am 8. März 2021 auf dieses Argument entgegnet, damals als Antwort auf die Deutsche Telekom.

"Mehr Investitionen in deutsche Netze zur richtigen Zeit wären für den größten Anteilseigner, den Bund, und das Wohl unseres Landes die bessere Alternative gewesen - mit einer besseren Versorgung", sagte er. Laut Grützner unterstellt dies, dass der sehr begrenzte Mitteleinsatz für den deutschen Infrastrukturausbau alternativlos gewesen sei.

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Bei der Entscheidung für den Vectoring-Ausbau habe der Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation) eindrücklich davor gewarnt, dass damit der "Glasfaserausbau in Deutschland massiv zurückgeworfen wird", sagte Sven Knapp, Geschäftsleitung des Breko, am 4. März 2021 zu der Auseinandersetzung. "Das ist leider eingetreten, da die Telekom den Glasfaserausbau um Jahre nach hinten geschoben hat und damit statt vieler Millionen Glasfaseranschlüsse in die Aufrüstung kupferbasierter Vectoring-Netze als Zwischenlösung investiert hat."

Die Bundesnetzagentur hatte in der Vectoring-II-Entscheidung die exklusiven Vectoring-Pläne der Telekom weitgehend genehmigt. Die Telekom wurde von der Verpflichtung befreit, Wettbewerbern VDSL-Anschlüsse in den Hauptverteilern zu ermöglichen.

Homann will wieder eine Frequenzauktion

Eine weiterer Streit in der Branche dreht sich um die nächste Frequenzvergabe, die die Netzbetreiber gerne ohne Auktion regeln wollen. In Deutschland liegt bei 800 MHz der LTE-Coverage-Layer. 1,8 GHz dient als GSM/LTE Capacity Layer und 2,6 GHz ist ebenfalls ein Capacity Layer. UMTS wurde in Deutschland ausschließlich bei 2.1 GHz eingesetzt.

"Zum 31. Dezember 2025 laufen Nutzungsrechte in den für den Mobilfunk relevanten Bereichen 800 MHz, 1,8 und 2,6 GHz aus", sagte Homann. In den vergangenen Tagen hätten viele Journalisten gemeldet, das Versteigerungsverfahren stünde möglicherweise vor dem Aus. Davon könne nicht die Rede sein, betonte der Behördenchef.

Im neuen Telekommunikationsgesetz sei zwar der Vorrang des Versteigerungsverfahrens aufgegeben worden. Aber es bleibe Aufgabe der Bundesnetzagentur, das geeignete Verfahren zur Bereitstellung der Frequenzen auszuwählen. "Unsere Überlegungen schließen Versteigerungen, Ausschreibungen und Verlängerungen ein", erklärte Homann. Es gebe keine Vorfestlegung der Bundesnetzagentur in eine bestimmte Richtung.

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