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Bundesnetzagentur: "GSM-Frequenzen für mobiles Internet freigeben"

Die Frequenzbereiche von 900 MHz und 1.800 MHz sollen in Deutschland künftig für mobiles Internet freigegeben werden. Auch neue Netzbetreiber für mobiles Internet seien eingeladen, sagt die Bundesnetzagentur .
/ Achim Sawall
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Arbeiten an Mobilfunkanlage zum Münchner Oktoberfest 2012 (Bild: Johannes Simon/Getty Images)
Arbeiten an Mobilfunkanlage zum Münchner Oktoberfest 2012 Bild: Johannes Simon/Getty Images

Die Bundesnetzagentur schlägt vor, die Frequenzen im Bereich von 900 MHz und 1.800 MHz ab 2017 für "mobile breitbandige Internetdienste" zur Verfügung zu stellen. Derzeit nutzen die vier Netzbetreiber Deutsche Telekom, Telefónica, Vodafone und E-Plus die Bereiche für Sprachtelefonie und SMS.

"Das Aufkommen von Sprachtelefonie und Kurznachrichten wächst weiterhin auf hohem Niveau. Gleichzeitig nimmt der Datenverkehr im Mobilfunk enorm zu. 2011 wurde die Schwelle von 100 Millionen GByte mobil übertragener Daten zwar noch nicht überschritten, allerdings hat sich in den letzten zwei Jahren das Datenvolumen fast verdreifacht" , sagte Behördenchef Jochen Homann. Neue Endgeräte, Cloud Computing, Videostreams, mobile Softwareanwendungen und die mobile Nutzung sozialer Netzwerke erhöhten das Datenaufkommen massiv.

Homann sagte: "Die enorme Dynamik mobiler breitbandiger Internetdienste zeigt, dass ein wachsender Bedarf an geeigneten Frequenzen für einen verstärkten Ausbau der Breitbandnetze besteht."

Bis 2014 sollen nach der Breitbandstrategie der Bundesregierung für 75 Prozent der Haushalte und bis 2018 für alle Haushalte in Deutschland Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens 50 MBit/s zur Verfügung stehen. Die "ambitionierten Ziele" würden "nur mit dem Markt erreichbar sein" , sagte Homann.

Neue Netzbetreiber in Deutschland

Die Behörde ruft auf, bis zum 3. Juli 2012 zu den im Web veröffentlichten Vorschlägen(öffnet im neuen Fenster) Stellung zu nehmen. Auch neue Interessenten, die den vier Netzbetreibern Konkurrenz machen wollen, könnten sich melden, sagte ein Behördensprecher.


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