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Bundesnetzagentur: Großteil der Breitbandanschlüsse läuft weiter über DSL

Immer mehr Nutzer wollen höhere Datenraten. Aber bis FTTH die führende Zugangsform wird, dürften noch viele Jahre vergehen.
/ Achim Sawall
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Es bleibt bei VDSL. (Bild: Deutsche Telekom)
Es bleibt bei VDSL. Bild: Deutsche Telekom

Trotz des gestiegenen Ausbaus mit Glasfaser bleibt Deutschland Mitte 2025 weiter eine DSL-Nation. Das geht aus dem Tätigkeitsbericht 2024/2025 Telekommunikation (PDF) der Bundesnetzagentur hervor, der am 10. Dezember 2025 vorgelegt wurde. "Der Großteil der Breitbandanschlüsse (23,2 Millionen beziehungsweise 60 Prozent) basiert weiterhin auf unterschiedlichen DSL-Technologien" , erklärte der Regulierer.

An der Gesamtzahl aller DSL-Anschlüsse hat die VDSL-Technik mit rund 20,2 Millionen Anschlüssen einen Anteil von rund 87 Prozent. Die Telekom verbuchte Mitte des Jahres rund 11,7 Millionen direkte VDSL-Kunden. Etwa 8,5 Millionen VDSL-Anschlüsse wurden von Wettbewerbern vermarktet.

Laut den Angaben wurden Mitte 2025 in Deutschland 38,7 Millionen Breitbandanschlüsse genutzt, ein Zuwachs von gut 3 Prozent seit dem Jahr 2022. Ausgehend von einem Versorgungspotenzial von rund 45 Millionen Endkundenanschlüssen führte das der Behörde zufolge zu einer Penetrationsrate von etwa 86 Prozent.

Downloadraten ab 100 MBit/s

Insgesamt zeigte sich weiter eine Verschiebung hin zu höheren Übertragungsraten: Während Ende 2023 noch knapp die Hälfte aller gebuchten Anschlüsse im Download eine maximale Übertragungsrate von unter 100 MBit/s aufwies, sank dieser Anteil bis Mitte 2025 auf rund 44 Prozent.

Die Vermarktung konzentriert sich inzwischen auf Anschlüsse mit einem Download ab 100 MBit/s. "Allerdings stellen 85 Prozent aller aktiven Anschlüsse eine Übertragungsrate von unter 300 MBit/s im Download zur Verfügung. Das heißt, das Gros der Endkunden bucht bislang Geschwindigkeiten, die auch das bestehende DSL-Netz übertragen kann. Die Nachfrage nach sehr hohen Übertragungsraten entwickelt sich langsam, aber doch stetig" , berichtet die Bundesnetzagentur.

Demnach stieg die Anzahl vermarkteter Gigabitanschlüsse zwischen 2023 und Mitte 2025 von 2,2 auf 2,7 Millionen. Damit buchten circa 7 Prozent aller 38,7 Millionen Endkunden mit "aktivem Breitbandanschluss" Übertragungsraten im Gigabitbereich.


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