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Bundesnetzagentur: Glasfaser soll inhouse Super Vectoring weichen

Super Vectoring holt sich Frequenzbereiche von G.fast, so will es die Bundesnetzagentur. Das wäre für M-net und Netcologne ein Desaster bei der Datenrate.

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Der Chef von M-net spricht beim Buglas in Norderstedt
Der Chef von M-net spricht beim Buglas in Norderstedt (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Wenn die Bundesnetzagentur ihre derzeitigen Pläne für den Zugang zur letzten Meile umsetzt, erhält etwa ein Drittel der Gigabitzugänge der regionalen Netzbetreiber M-net, Netcologne und Wilhelm.tel nur noch deutlich unter 300 MBit/s. Das sagte Nelson Killius, Sprecher der Geschäftsführung von M-net Golem.de am 28. Mai 2019 auf dem Buglas Sommerfest. Es geht um die gemeinsame Nutzung der Inhouse-Verkabelung für Super Vectoring und FTTB (Fiber To The Building).

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Die Bundesnetzagentur sieht vor, dass die Deutsche Telekom mit ihrem Vectoring auf der letzten Meile Vorrang vor Anbietern von FTTB und G.fast hat. Laut Killius könne dies 500.000 Haushalte allein bei M-net betreffen. Während die Telekom seit Jahren kaum Glasfaser bis ins Gebäude legt, bauen lokale Netzbetreiber wie M-net oder Netcologne FTTB aus. Gerade die Verkabelung im Haus wird oft von den Hausbesitzern nicht gewünscht und ist sehr teuer.

G.fast von M-net und Netcologne ist besser als Vectoring

G.fast wird dort eingesetzt, wo die Glasfaser nur bis in den Keller reicht. Das Übertragungsverfahren G.fast nutzt einen Frequenzbereich für die Signalübertragung, wo es Überschneidungen mit Vectoring und Super-Vectoring gibt.

Statt der höherwertigen FTTB-Technologie den Vorrang zu geben, gewährt die Bundesnetzagentur den Anschlüssen der Telekom einen weitreichenden Schutz. Eine Besonderheit ist, dass bei G.fast Upstream und Downstream frei skalierbar sind. 1 GBit/s ist eine Summenbandbreite, die beispielsweise auf 400 MBit/s im Upload und 600 MBit/s im Download aufgeteilt werden kann. Mit Supervectoring sind bis zu 250 MBit/s im Download und ein Upload von bis zu 40 MBit/s möglich.

Blenden die FTTB-Betreiber das von VDSL oder VDSL-Vectoring genutzte Frequenzspektrum aus, würde den Endkunden nach Expertenschätzungen im schlimmsten Fall nur noch eine Datenrate von 300 bis 600 MBit/s zur Verfügung stehen. Tun sie das nicht, besteht die Gefahr, dass ihre Anschlüsse von der Telekom durch die Regulierungsentscheidung von der Nutzung der Gebäudeverkabelung ausgeschlossen und abgeschaltet werden, auch wenn die Kabel nicht der Telekom gehören.



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sneaker 01. Jun 2019

Das ist bei Neubauten eh schon per Gesetz geregelt. Nützt Dir als Mieter aber nichts...

sneaker 01. Jun 2019

Das kann man so nicht pauschal sagen. Ist Konfigurationssache, welche Frequenzen G.fast...

Faksimile 30. Mai 2019

Dann kannst Du uns allen ja auch die Quelle Deines Wissens nennen und verlinken. Wenn sie...

plutoniumsulfat 30. Mai 2019

Dann sollte man eben darauf einwirken, das Angebot zu schaffen, da die Technik dafür...

sneaker 28. Mai 2019

In München und anderen "T-Home-Städten" hatte die Telekom schon lange vor Vectoring FTTC...


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