Bundesnetzagentur: Finanzministerium hofft auf Milliarden Euro aus 5G-Auktion

Laut Regierungskreisen sollen zwischen 4 und 10 Milliarden Euro aus der Versteigerung der 5G-Lizenzen erlöst werden. Die Bundesnetzagentur steht vor einer schwierigen Aufgabe.

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Die Telekom macht bereits 5G in Berlin.
Die Telekom macht bereits 5G in Berlin. (Bild: Deutsche Telekom)

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) rechnet bei der Vergabe der Frequenzen für den 5G-Mobilfunk mit Einnahmen von 4 bis 5 Milliarden Euro. Das erfuhr das Handelsblatt aus Koalitionskreisen. Laut Informationen des Nachrichtenmagazins Der Spiegel werden 10 Milliarden Euro an Erlösen erwartet.

Am 26. November 2018 will die Bundesnetzagentur ihren endgültigen Plan für die 5G-Frequenzvergabe vorlegen. Anfang des kommenden Jahres werden die Frequenzen bei 2 GHz und 3,6 GHz in einer Auktion von der Bundesnetzagentur vergeben.

Die Behörde will die Versteigerung an Auflagen knüpfen. Ein Entwurf der Behörde verlangt, dass die Netzbetreiber bis zum Jahr 2022 zunächst 500 5G-Funkmasten aufbauen. Um die Versorgung mit Mobilfunk in Deutschland zu verbessern, sollen die Netzbetreiber bestehende Frequenzen nutzen und müssen bis Ende 2022 mindestens 98 Prozent der Haushalte mit 100 Megabit in der Sekunde (MBit/s) versorgen, ebenso alle Autobahnen und Bundesstraßen. Bei hoch ausgelasteten Schienenwegen im Nah- und Fernverkehr müssen mindestens 50 MBit/s bereitstehen.

5G: Funklöcher sollen endlich geschlossen werden

Die Bundesregierung will, dass noch deutlich mehr Verkehrswege, etwa auch Land- und Kreisstraßen, mit 5G versorgt werden. In der vergangenen Woche hatte dazu Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) den Präsidenten der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, zu einem Treffen der Unions-Minister nach Berlin eingeladen. Im Verkehrsministerium berieten sie sich mit Bundesminister Andreas Scheuer (CSU) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

Die Minister wollen, dass Homann auch im ländlichen Raum 5G-Mobilfunk garantiert. Dafür sollen die Anbieter in dünn besiedelten Regionen ein gemeinsames 5G-Netz aufbauen und dieses miteinander teilen. Die Kosten für das Netz würden sonst zu hoch und es könnte viele Jahre dauern, bis das 5G-Netz eine hohe Abdeckung erreicht. Die Deutsche Telekom ist dazu offenbar bereit.

Auch sollen bis auf die Ebene kommunaler Straßen sichere Verbindungen gewährleistet werden, um künftige Anwendungen zu ermöglichen. Die Bundesnetzagentur kommt damit in eine schwierige Situation, weil nicht klar ist, ob solche Auflagen rechtlich möglich sind.

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Role88 25. Okt 2018

z.B. bei O2 würde ich das verstehen, auf 5G verzichten dafür ein besseres 4G Netz ausbauen.

Marcelo86 24. Okt 2018

... Wie viele Funkmasten man für dieses Geld hätte kaufen können, um den letzten...

David64Bit 24. Okt 2018

Bitte? Die Telekom leistet katastrophale Lobbyarbeit. Geld gibt's für die Telekom bei...

quineloe 24. Okt 2018

Ist halt nichts anderes als eine Steuer, die man nicht durch die Legislative bringen würde.



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