Bundesnetzagentur: Esoterisches Gerät wegen Funkstörungen verboten

In vielen esoterischen Foren wird ein sogenannter Wasserstrukturierer gelobt. Doch statt zu heilen, verursacht das Gerät für 8.000 Euro heftige Funkstörungen, befindet die Bundesnetzagentur.

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Angeblicher Wasservitalisierer von der Firma Wassermatrix
Angeblicher Wasservitalisierer von der Firma Wassermatrix (Bild: Wassermatrix)

Die Bundesnetzagentur hat den Verkauf und die Nutzung eines sogenannten Wasservitalisierers des Schweizer Unternehmens Wassermatrix verboten, weil dadurch Funkstörungen verursacht werden. Das gab die Behörde am 12. März 2021 bekannt. Funkamateure und Marktüberwachungsbehörden hatten im vergangenen Jahr Probleme gemeldet.

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Der angebliche Wasserstrukturierer hat laut Hersteller eine Antenne oder Handsonde, die dazu diene, "das Wasser zu informieren beziehungsweise zu strukturieren und zu energetisieren". Dabei stützt man sich auf eine Theorie von Georges Lakhovsky aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges. Lakhovsky behauptete, mit einem Multiwellenoszillator hochfrequente elektromagnetische Wellen erzeugen zu können, die Krebs in Zellen bekämpfen würden. Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) hat den Multiwellenoszillator als Quacksalberei verboten. Das Gerät kostet rund 8.000 Euro und wurde in Deutschland mehr als 2.400-mal gekauft. Wer einen solchen Apparat besitzt, darf das Gerät zwar behalten, "es aber bis auf Weiteres nicht mehr benutzen", erklärte die Bundesnetzagentur.

Nachdem zahlreiche Störungsmeldungen bei der Behörde eingegangen waren, hatte deren Prüf- und Messdienst Ermittlungen eingeleitet und den Wasservitalisierer im Messlabor Kolberg überprüft. Es wurde festgestellt, dass das Gerät eine fehlerhafte Konformitätserklärung besitzt und eine unzulässige Störaussendung erzeugt. Der Wasservitalisierer erfüllt damit nicht die grundlegenden Anforderungen an die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV). "Die Funkstörung betrifft den Frequenzbereich zwischen 144 bis 146 MHz," sagte eine Sprecherin der Bundesnetzagentur Golem.de auf Anfrage.

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TrollNo1 15. Mär 2021

Also wer 8000 Euro für so ein Ding übrig hat, dem machen vierstellige Summen für die...

Justizopfer 14. Mär 2021

Der Störsender sendet ja nicht nur auf 144,015 MHz sondern schleudert parallel seine...

quineloe 14. Mär 2021

Weil sie es dem Staat zahlen müssen.

chuck 13. Mär 2021

Diese Bemerkung begreife ich jetzt nicht. Sie wirkt unfassbar unsensibel, empathielos...



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