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Hinter dicken Mauern aus Abgaben und Regulierungen

Unabhängig davon, dass laut internen Papieren, die Golem vorliegen, erst 2027 an der technischen Umsetzung des Energy Sharing gearbeitet werden soll, scheint die gemeinsame Stromnutzung nach der aktuellen Rechtslage nahezu ausgeschlossen zu sein.

So werden für den vor Ort und in vielen Fällen im nahen Umkreis verbrauchten Strom das volle Netzentgelt und alle übrigen Abgaben berechnet. Aus einem niedrigen Centbetrag je Kilowattstunde werden dadurch schon geschätzte 20 Cent. Wird das Dienstleistungsmodell der Bundesnetzagentur hinzugenommen, sind die üblichen Preise der Stromanbieter nicht mehr fern.

Statt eines Musterformulars für einen Sharingvertrag, einer simplen Datenerfassung, wie viel Strom zur jeweiligen Zeit eingespeist und von den Vertragsteilnehmern gleichzeitig verbraucht wurde, und einer Verpflichtung der Netzbetreiber, dies soweit technisch möglich auch umzusetzen, wurde im Endeffekt eine weitere Hürde eingebaut, um Energy Sharing möglichst unattraktiv zu machen.

Den Aufwand kaum wert

In wenigen Ausnahmefällen könnte sich ein solcher Vertrag lohnen, etwa um die Solaranlage auch für Freunde nebenan oder den eigenen Betrieb nutzbar zu machen. Wegen der hohen Abgaben und technischen Hürden liegt das Einsparpotenzial mit Glück im zweistelligen Bereich.

Um eine Energiegenossenschaft oder eine Stromgemeinschaft zu gründen, zusammen den erzeugten Strom zu nutzen und für kleines Geld zu teilen, etwa im Bereich der Einspeisevergütung von 8 Cent, ist das Energy Sharing in seiner jetzigen Form nicht zu gebrauchen. Und es bleibt das dumpfe Gefühl, dass große Energiekonzerne und Netzbetreiber daran nicht ganz unbeteiligt sind.

Ein am Aufbau einer Sharing-Gemeinschaft direkt Beteiligter beschreibt gegenüber Golem ein Dickicht aus künstlichen Barrieren und Regelungen, die anscheinend nur zu Verhinderung eines solchen Zusammenschlusses geschaffen worden seien. Statt Bürger und Kommunen mit leeren Kassen würden lediglich die profitieren, die schon immer an der Energieerzeugung verdienten.


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