Bundesnetzagentur: DVB-T2-Frequenzen gehen nicht früher an den Mobilfunk

Der Chef der Bundesnetzagentur hat zugesichert, dass der Bereich von 470 bis 694 MHz nicht früher an den Mobilfunk geht. Dort funken Mikrofone und DVB-T2.

Artikel veröffentlicht am ,
Funkmikrofone
Funkmikrofone (Bild: Bundesinnenministerium)

Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, hat versichert, dass die UHF-Band-Kulturfrequenzen "bis mindestens 2030" der Kultur und den Rundfunkanstalten zur Verfügung stehen werden. Das gab die kultur- und medienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Elisabeth Motschmann (CDU), bekannt (PDF), die Homann zu den aktuellen Überlegungen von Bundesregierung und seiner Behörde zum Frequenzspektrum im Bereich von 470 bis 694 MHz befragt hatte.

Stellenmarkt
  1. Data Science Engineer (Data & Analytics Lab) (m/w/d)
    ALDI International Services GmbH & Co. oHG, Mülheim an der Ruhr
  2. Mitarbeiter (m/w/d) für den IT First Level Support
    Diakonie Hasenbergl e.V., München
Detailsuche

"Homanns Aussage entspricht zwar der momentanen Rechtslage, wurde aber zuletzt nicht mehr kundgetan", sagte Motschmann. "Stattdessen waren immer wieder Stimmen zu hören, die auf eine frühere Neuverteilung drängten. In diesem Fall hätte dem Kultur- und Medienbereich der vorzeitige Verlust seines Frequenzbereichs gedroht." Auf der für die Festlegung zuständigen Weltfunkkonferenz, die für das Jahr 2023 angesetzt ist, wären laut Motschmann "theoretisch andere Entscheidungen denkbar".

Die Lust der Mobilfunkbetreiber auf mehr Spektrum

Der Bereich ist primär DVB-T2 zugeordnet, dort arbeiten aber auch die Kulturfrequenzen oder PMSE (Programme Making and Special Events) der Veranstaltungstechnik mit drahtlosen Mikrofonen und In-Ear-Monitors. "470 bis 694 MHz wird durch Rundfunk (DVB-T2), PMSE und lokal durch Windprofiler (DWD) sowie Radioastronomie (Ettelsberg) genutzt. PMSE nutzt das gesamte Band auf free-tuning-Basis, das heißt, es werden vor Nutzung die lokal nicht genutzten Frequenzen identifiziert und dann das Equipment auf diese Frequenzen eingestellt", sagte Jochen Zenthöfer, Sprecher der Initiative SOS (Save Our Spectrum), Golem.de. Die Hersteller böten dafür Softwarelösungen an.

Die Mobilfunkbranche erhebt Anspruch auf den Bereich und bezeichnet ihn als Digitale Dividende III. Markus Haas, Chef der Telefónica Deutschland, hatte im September 2018 die Diskussion um eine Digitale Dividende III angestoßen und gefordert, die Frequenzen im langwelligen Bereich unterhalb von 700 Megahertz müssten weltweit harmonisiert und für den Gebrauch bestimmt werden. "Wenn wir in Deutschland die gesamte Fläche abdecken wollen, werden wir in den kommenden Jahren noch mehr Spektrum brauchen", sagte Haas.

Golem Akademie
  1. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
  2. 1:1-Videocoaching mit Golem Shifoo
    Berufliche Herausforderungen meistern
  3. Online-Sprachkurse mit Golem & Gymglish
    Kurze Lektionen, die funktionieren
Weitere IT-Trainings

Ende September 2019 veröffentlichte der IT-Branchenverband Bitkom ein Positionspapier, in dem er sich dafür einsetzt, diesen Frequenzen in Kooperation mit Rundfunk und Betreibern drahtloser Produktionsmittel zusätzliche Kapazitäten auch für den Mobilfunk zugänglich zu machen, um den absehbaren weiteren Bedarf von Flächenspektrum unter 1 GHz zur Versorgung der ländlichen Gebiete befriedigen zu können.

Das Spektrum in diesem Bereich ist per EU-Beschluss bis zum Jahr 2030 für digitales terrestrisches Fernsehen DTT (Digital Terrestrial Television) und PSME gesichert. Allerdings sei dabei nicht festgelegt, wie die Aufteilung des Spektrums konkret auszusehen hat, so dass Raum für Anpassungen bestehe, erklärte der Bitkom.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


M.P. 16. Mär 2021

Standards nutzen nichts, wenn sie nicht eingesetzt werden .... Bevor unsere Mobilversager...

Enby 15. Mär 2021

Die Mobilfunker nutzen ihre Frequenzen doch nicht mal alle! 700MHz? Fehlanzeige! 1500MHz...

WinnieW 14. Mär 2021

Es geht auch um Bewegungsfreiheit von Schauspielern und Musikern welche Bodypack...

subjord 13. Mär 2021

Genau die Reichweite von LTE hängt Größtenteils von der Frequenz ab. Wenn man LTE mit...

bplhkp 13. Mär 2021

Ein fairer Deal wäre es, dass die neuen Frequenznutzer jedes der dann obsoleten Geräte...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
600 Millionen Euro
Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen

Das SEM 80/90 mit 16 KBit/s wird exakt nachgebaut, zum Stückpreis von rund 20.000 Euro. Das Retrogerät geht für die Bundeswehr in Serie.

600 Millionen Euro: Bundeswehr lässt Funkgeräte von 1982 nachbauen
Artikel
  1. William Shatner: Captain Kirk fliegt offenbar in die Erdumlaufbahn
    William Shatner
    Captain Kirk fliegt offenbar in die Erdumlaufbahn

    Energie! Noch im Oktober 2021 fliegt William "Kirk" Shatner möglicherweise mit Jeff Bezos ins All.

  2. Browser: Edge unterstützt Maus und Tastatur auf Xbox
    Browser
    Edge unterstützt Maus und Tastatur auf Xbox

    Microsoft hat Edge auf den aktuellen Xbox-Konsolen aktualisiert. Jetzt lässt sich der Browser fast wie am PC per Maus und Tastatur bedienen.

  3. Foundation bei Apple TV+: Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt
    Foundation bei Apple TV+
    Die unverfilmbare Asimov-Trilogie grandios verfilmt

    Gegen die Welt von Asimovs Foundation-Trilogie wirkt Game of Thrones überschaubar. Apple hat mit einem enormen Budget eine enorme Science-Fiction-Serie geschaffen.
    Eine Rezension von Peter Osteried

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung Odyssey G7 499€ • Alternate (u. a. Thermaltake Level 20 RS ARGB 99,90€) • Samsung 980 1 TB 83€ • Lenovo IdeaPad Duet Chromebook 229€ • Lenovo-Laptops zu Bestpreisen • 19% auf Sony-TVs bei MM • Samsung SSD 980 Pro 1TB 150,50€ • AeroCool Cylon 4 ARGB 25,89€ [Werbung]
    •  /