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Bundesnetzagentur: Tausende Rufnummernabschaltungen wegen Enkeltrick

Die Bundesnetzagentur geht nach sehr vielen Beschwerden weiter gegen Betrüger und Hacker vor. Insgesamt wurden 10.000 Rufnummern abgeschaltet.
/ Achim Sawall
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Die Behörde berichtet über ihr Vorgehen gegen Betrüger. (Bild: Bundesnetzagentur)
Die Behörde berichtet über ihr Vorgehen gegen Betrüger. Bild: Bundesnetzagentur

Die meisten Beschwerden zu Rufnummernmissbrauch gingen im Jahr 2023 zu SMS- und Messenger-Nachrichten bei der Bundesnetzagentur ein. Wie die Behörde am 15. Januar 2024 bekanntgab(öffnet im neuen Fenster) , lag die Anzahl der Beschwerden mit 143.061 im Jahr 2023 weiter auf sehr hohem Niveau, im Vorjahr waren es 150.387 Beschwerden.

Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, sagte: "Fast 10.000 abgeschaltete Rufnummern sprechen für sich." Die häufigste Betrugsmethode war der Enkeltrick, um für vermeintliche Verwandte eine sofortige Geldüberweisung wegen einer Notsituation zu erschwindeln. Alleine 6.500 Rufnummern wurden in diesem Zusammenhang abgeschaltet.

Kein Inkasso für Gebühren durch gehackte Telefonanlagen

Verbraucher beschweren sich zudem über unerwünschte Werbefaxe, belästigendes Anrufverhalten, kostenpflichtige Warteschleifen, falsche Pop-up-Fehlermeldungen, Fake-Hotlines sowie Rufnummernmanipulation.

Rechnungsstellung- und Inkassoverbote wurden erlassen, wenn durch das Hacken von Routern oder Telefonanlagen kostenpflichtige Verbindungen generiert wurden. So werden massenhaft Anrufe zu Auslands- oder kostenpflichtigen Servicedienste-Rufnummern ((0)180) oder Premiumdienste-Nummern ((0)900) in Rechnung gestellt. Opfer sind einzelne Verbraucher, Selbstständige, Unternehmen oder Behörden.


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