Bundesnetzagentur: 5G-Lizenzen für Stadtnetzbetreiber sind nicht mehr sicher

Jetzt sollen angeblich Störungen der Grund sein, dass lokale Glasfaserbetreiber keine lokalen 5G-Lizenzen bekommen. Für die Industrie will man aber bei der Bundesnetzagentur eine Ausnahme machen.

Artikel veröffentlicht am ,
Stefanie Kuhlmann, Business Development für 5G-Campus-Lösungen der Telekom
Stefanie Kuhlmann, Business Development für 5G-Campus-Lösungen der Telekom (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Die deutschen Stadtnetzbetreiber können nicht mehr davon ausgehen, dass sie lokale 5G-Lizenzen im Bereich 3,7 bis 3,8 GHz erhalten. Das berichtet die Wirtschaftswoche aus Regierungskreisen. Die Bundesnetzagentur will prüfen, ob die reservierten Frequenzen für lokale 5G-Netze sich gegenseitig stören.

Stellenmarkt
  1. FI-NetSuite Solution Architect (m/w/d)
    Schüttflix GmbH, Berlin, Köln, Hamburg, remote
  2. Information Security Manager ADC Locations (m/w / diverse)
    Continental AG, Lindau
Detailsuche

Ein Ergebnis sollte eigentlich vor der am 25. Januar auslaufenden Bewerbungsfrist für die 5G-Versteigerung vorliegen. Doch die Verträglichkeitsprüfung ist noch nicht abgeschlossen. "Die Bundesnetzagentur wertet derzeit die zahlreichen Stellungnahmen aus, das Verfahren ist nicht abgeschlossen. Spekulationen über die Ausgestaltung des geplanten Antragsverfahrens kommentieren wir nicht", sagte ein Behördensprecher Golem.de auf Anfrage.

Bei einem negativen Ergebnis würden die 5G-Netze von Industriebetrieben den Vorzug bekommen. Der schnelle Aufbau von 5G-Netzen für die Fabrik 4.0 habe Vorrang, hieß es aus Regierungskreisen zur Wirtschaftswoche. Die Städte und die Mitglieder des Bundesverbands Glasfaseranschluss (Buglas) fürchten, dass ihnen der Zugang zum 5G-Markt versperrt werde. Dabei wäre nur mit regionalen 5G-Netzen eine "Flächendeckung möglich", heißt in einem Protestbrief an mehrere Bundesminister.

Siemens, Volkswagen, Daimler und BASF wollen sich um regionale Frequenzen bemühen, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine eigene Umfrage. Auch Bosch erwägt den Aufbau eigener 5G-Netze. "Da können wir nicht warten, bis die Netzbetreiber mit der Versorgung fertig sind. Wir sind mitten in der Industrie 4.0", erklärte ein Siemens-Sprecher Reuters.

Golem Karrierewelt
  1. ITIL 4® Foundation: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27./28.06.2022, virtuell
  2. Cloud Competence Center: Strategien, Roadmap, Governance: virtueller Ein-Tages-Workshop
    26.07.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Industriebetriebe können die Campusnetze selbst betreiben oder bei Netzbetreibern beauftragen. Die Deutsche Telekom will Kunden aus der Fertigungsindustrie als Mobilfunkkunden halten, indem sie Dual Slice anbietet. Stefanie Kuhlmann, Business Development für 5G-Campus-Lösungen der Telekom, sagte im November 2018, der Betreiber werde im ersten Schritt das öffentliche Netz um den Industriestandort verstärken. "On top kommt ein privater Layer als privates Netz."

Die Kombination aus einem öffentlichen und privaten Netz, das Kuhlmann als Dual Slice bezeichnet, sei sinnvoll. "Etwa für fahrerlose Transportsysteme, wenn das Campusareal verlassen wird, können wir ein Handover-Szenario bieten. Der Kunde kann selbst administrieren, welche Geräte im privaten und welche im öffentlichen Netz funken", sagte Kuhlmann.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


wire-less 25. Jan 2019

LTE hätten die Carrier jederzeit machen können. Wir nutzen das derzeit noch mit WiMAX...

Pecker 25. Jan 2019

Was dem 5G Netz alles zugetraut wird. Am Ende heilt es noch Aids und löst das...

mark.wolf 25. Jan 2019

der Wettstreit um die dümmste Äußerung ist in vollen Gange. Industrie 4.0 ist eigentlich...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Optibike
E-Bike mit 480 km Reichweite kostet 17.000 Euro

Das E-Bike Optibike R22 Everest setzt mit seinen zwei Akkus auf Reichweite.

Optibike: E-Bike mit 480 km Reichweite kostet 17.000 Euro
Artikel
  1. Krypto-Kriminalität: Behörden fahnden nach Onecoin-Betrügerin
    Krypto-Kriminalität
    Behörden fahnden nach Onecoin-Betrügerin

    Deutsche und internationale Behörden suchen nach den Hintermännern und -frauen von Onecoin. Der Schaden durch Betrug mit der vermeintlichen Kryptowährung geht in die Milliarden.

  2. Hassrede: Bayern will soziale Netzwerke bestrafen
    Hassrede
    Bayern will soziale Netzwerke bestrafen

    Der bayrische Justizminister fordert, bei der Verbreitung von Hassrede auch die Betreiber von sozialen Medien stärker zur Verantwortung zu ziehen.

  3. Prehistoric Planet: Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!
    Prehistoric Planet
    Danke, Apple, für so grandiose Dinosaurier!

    Musik von Hans Zimmer, dazu David Attenborough als Sprecher: Apples Prehistoric Planet hat einen Kindheitstraum zum Leben erweckt.
    Ein IMHO von Marc Sauter

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Samsung 870 QVO 1 TB 79€ • Prime Video: Filme leihen für 0,99€ • Alternate (u. a. Recaro Rae Essential 429€) • Gigabyte RTX 3080 12 GB ab 1.024€ • Mindstar (u. a. AMD Ryzen 5 5600 179€, Palit RTX 3070 GamingPro 669€) • SanDisk Ultra microSDXC 256 GB ab 14,99€ • Sackboy 19,99€ [Werbung]
    •  /