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Bundesnetzagentur: 1,1 Millionen Bußgeld für unerlaubte Telefonwerbung

Die Beschwerden über unerlaubte Telefonwerbung erreichten 2018 einen neuen Höchststand, schreibt die Bundesnetzagentur in ihrem Jahresbericht. Gegen Callcenter verhängte sie gleich zweimal die Höchststrafe.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Unerlaubte Telefonwerbung kann teuer werden.
Unerlaubte Telefonwerbung kann teuer werden. (Bild: Alexas_Fotos)

Unerlaubte Telefonwerbung kann teuer werden. Callcenter oder Firmen können von der Bundesnetzagentur mit einer Geldbuße von bis zu 300.000 Euro belegt werden. Im Jahr 2018 verhängte die Behörde Bußgelder in Höhe von insgesamt 1,1 Millionen Euro, heißt es in dem am 16. Mai veröffentlichten Jahresbericht der Bundesnetzagentur. Tätig werden kann die Behörde allerdings nur, wenn Verbraucher Fälle unerlaubter Telefonwerbung (Cold Calls) melden. Die Zahl der Beschwerden wegen solcher Cold Calls hat laut Bundesnetzagentur 2018 mit 62.000 einen neuen Höchststand erreicht. 2017 waren 57.000 Beschwerden von Verbrauchern wegen Cold Calls eingegangen.

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Gleich zweimal verhängte die Bundesnetzagentur 2018 die Höchststrafe von 300.000 Euro gegen zwei Callcenter. Mehr als 1.400 Verbraucher hatten sich über die Firma SG Sales and Distribution GmbH beschwert, die telefonisch für Strom- und Gaslieferverträge verschiedener Energieversorger geworben hatte. Die Anrufer hätten sich häufig als unabhängige Tarifoptimierer vorgestellt und oft mit unwahren oder irreführenden Informationen zu einem Vertragswechsel gedrängt. Teilweise hätten sie sich sogar als Mitarbeiter des aktuellen Stromversorgers oder von Behörden vorgestellt.

Werbeanrufe ohne ausdrückliche Erlaubnis sind rechtswidrig

Werbeanrufe sind rechtswidrig, wenn man sie dem anrufenden Unternehmen nicht ausdrücklich erlaubt hat - und zwar schon vor dem Telefonat. Auch der Versuch, das Einverständnis gleich zu Beginn eines Gesprächs einzuholen, ist unzulässig.

Für eine Beschwerde benötigt die Bundesnetzagentur präzise Angaben. Betroffene sollten sich merken, was im Anruf beworben wird, und vor allem die Telefonnummer des Anrufers notieren. Auch die Art und Weise der Gesprächsführung ist relevant, weil sie sich auf die Höhe eines Bußgeldes auswirken kann. Beschwerden sind per E-Mail, Online-Formular oder auch postalisch per Formular-Ausdruck möglich.



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Konstantin/t1000 16. Mai 2019 / Themenstart

Früher war das doch so im Strukturvertrieb oder sonstwie da hat man einfach angerufen...

Tuxraxer007 16. Mai 2019 / Themenstart

Kann ich nur unterschreiben, die letzte Firma, welche mit penetrant mit Anruf belästigte...

Koaebk 16. Mai 2019 / Themenstart

netter Versuch, bringt nur sehr wenig. Callcenter verwenden in aller Regel eine...

ibsi 16. Mai 2019 / Themenstart

Danke für die Info. Der mythos war bei mir nämlich auch bekannt (nur nicht als Mythos).

dirk1405 16. Mai 2019 / Themenstart

Für solche Dinge müsste es ein Portal geben. Dort bekommt dann auch mal der Verbraucher...

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