Bundesnetzagentur: 1&1 Drillisch beschwert sich über andere 5G-Netzbetreiber

1&1 Drillisch wirft der Telekom Verzögerungen bei den Verhandlungen über National Roaming vor. Die Befürchtung ist, dass die etablierten Betreiber darauf hoffen, Drillisch könne die eigenen Netzpläne frustriert aufgeben und die Frequenzen weiterverkaufen.

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Antennenwald für 5G
Antennenwald für 5G (Bild: EU Kommission)

Der Besitzer von 5G-Frequenzen, 1&1 Drillisch, hat sich beim politischen Beirat der Bundesnetzagentur über den Konkurrenten Deutsche Telekom beschwert. Das berichtet Der Spiegel in seiner aktuellen Ausgabe. Voraussetzungen für den Netzaufbau des neuen Betreibers, der zu United Internet gehört, ist National Roaming mit anderen Mobilfunknetzen, wofür die 5G-Auktionsregeln ein "Verhandlungsgebot" vorsahen. Neun Monate später verlaufen die Gespräche aus Sicht von 1&1 Drillisch jedoch unbefriedigend.

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Bei dem Unternehmen fürchtet man, dass die etablierten Betreiber wie die Telekom die Gespräche verzögern, um ihren Vorsprung auszubauen - oder sogar darauf hoffen, Drillisch könne die eigenen Netzpläne frustriert aufgeben und die Frequenzen weiterverkaufen. Der Deutschlandchef der Telekom, Dirk Wössner, erklärte in einem Schreiben an den Beirat, National Roaming sei "kein Standardprodukt" und müsse "vollständig neu konzipiert werden".

Zudem habe 1&1 Drillisch bis Ende Januar "keinerlei Signal" gegeben, dass die Zeit dränge. Der Wunsch nach einem schnellstmöglichen Angebot löse bei ihm daher "Verwunderung" aus. Man prüfe, "ob wir der Bitte von 1&1 nachkommen können". Drillisch widerspricht. Man habe "stets deutlich gemacht, einen zügigen Vertragsschluss anzustreben", heißt es dort. "Sollte sich keine zeitnahe Lösung abzeichnen, wird die Bundesnetzagentur ihre Schiedsrichterrolle ausüben müssen."

Durch die Übernahme des Mobilfunkproviders Drillisch für über zwei Milliarden Euro hat United Internet garantierten Zugriff auf bis zu 30 Prozent der Kapazität der Mobilfunknetze von O2. Man habe die Option, Full MVNO (Mobile Virtual Network Operator) oder sogar MNO (Mobile Network Operator) zu werden, erklärte das Unternehmen. Doch Telefónica Deutschland plant einen späten 5G-Ausbau, daher steht United Internet unter Druck, Zugriff auf Netze anderer Betreiber zu erhalten.

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