Abo
  • Services:
Anzeige
Die BND-Abhöranlage in Bad Aibling
Die BND-Abhöranlage in Bad Aibling (Bild: Sean Gallup / Getty Images News)

Bundesnachrichtendienst: Vatikan und Rotes Kreuz systematisch ausgespäht

Die BND-Abhöranlage in Bad Aibling
Die BND-Abhöranlage in Bad Aibling (Bild: Sean Gallup / Getty Images News)

Das Spähprogramm des Bundesnachrichtendienstes soll auch viele befreundete Staaten im Visier gehabt haben - dazu zählte etwa der Vatikan. Aber auch Nichtregierungsorganisationen wie das Komitee des Roten Kreuzes wurden vom deutschen Auslandsgeheimdienst systematisch ausgespäht.

Anzeige

Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat mehr ausgespäht als bislang bekannt war, wie Spiegel Online berichtet. Der Bericht nennt namentlich etliche befreundete Länder und Nichtregierungsorganisationen, die systematisch vom deutschen Auslandsgeheimdienst ausgespäht wurden. Erste Hinweise dazu gab es bereits Mitte Oktober 2015.

BND späht viele befreundete Staaten aus

Unter anderem sollen die Innenministerien der USA, Polens, Österreichs, Dänemarks und Kroatiens überwacht worden sein. Aber auch Anschlüsse der US-Vertretungen bei der Europäischen Union in Brüssel und den Vereinten Nationen in New York nahm der Auslandsgeheimdienst ins Visier.

Das US-amerikanische Finanzministerium in Washington gehörte demnach ebenso zu den Suchbegriffen, die der Bundesnachrichtendienst zur Spionage nutzte, wie eine Hotline des US-Außenministeriums für Reisewarnungen. Aber auch etliche Nichtregierungsorganisationen sollen auf der BND-Überwachungsliste gewesen sein, das Ganze beschränkte sich also nicht nur auf staatliche Institutionen.

Auch Rotes Kreuz und Care International wurden überwacht

Zu den Ausspähzielen sollen auch Nichtregierungsorganisationen wie Care International, Oxfam oder das Internationale Komitee des Roten Kreuzes in Genf gehört haben. Zahlreiche ausländische Botschaften und Konsulate in der Bundesrepublik hätten auf der BND-eigenen Selektorenliste gestanden: Dazu zählten die Auslandsvertretungen der USA, Frankreichs, Großbritanniens, Schwedens, Portugals, Griechenlands, Spaniens, Italiens, Österreichs, der Schweiz und des Vatikans.

Dabei sollen systematisch Telefonanrufe, Faxnachrichten und E-Mail-Inhalte überwacht worden sein. Diplomatische Einrichtungen fallen nicht unter Artikel 10 des Grundgesetzes, der deutsche Telekommunikationsteilnehmer vor dem Abhören schützt.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte einen Spähangriff der NSA auf eines ihrer Mobiltelefone im Oktober 2013 mit den Worten verurteilt: "Ausspähen unter Freunden - das geht gar nicht.". Für den Bundesnachrichtendienst galt diese Maßgabe wohl nicht.


eye home zur Startseite
SirFartALot 09. Nov 2015

wenn einfach gesagt wird, wer oder was nicht abgehoert wird.

SirFartALot 09. Nov 2015

Das ist absolut richtig, und sollte nie vergessen werden. Das gilt im uebrigen auch fuer...

Baron Münchhausen. 09. Nov 2015

Wir wissen, dass unsere Regierung überwacht wurde. Denk jetzt mal drüber nach: wenn man...

DY 09. Nov 2015

Wenn überhaupt. Es ist aber nru ein Vorwand. Weil! wer kann etwas gegen die Verfolgung...

brutos 09. Nov 2015

Die Spionage im Vatikan ist erklärbar. Es wird schon lange nach dem Sinn des Lebens und...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. MEMMERT GmbH + Co. KG, Schwabach (Metropolregion Nürnberg)
  2. GK Software AG, Schöneck/Vogtland, Berlin
  3. Haufe Gruppe, Freiburg im Breisgau
  4. Automotive Safety Technologies GmbH, Gaimersheim


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 13,98€ + 5,00€ Versand
  2. 16,99€ (ohne Prime bzw. unter 29€ Einkauf + 3€ Versand)
  3. (u. a. The Revenant, Batman v Superman, James Bond Spectre, Legend of Tarzan)

Folgen Sie uns
       


  1. ZTE

    Chinas großes 5G-Testprojekt läuft weiter

  2. Ubisoft

    Far Cry 5 bietet Kampf gegen Sekte in und über Montana

  3. Rockstar Games

    Waffenschiebereien in GTA 5

  4. Browser-Games

    Unreal Engine 4.16 unterstützt Wasm und WebGL 2.0

  5. Hasskommentare

    Bundesrat fordert zahlreiche Änderungen an Maas-Gesetz

  6. GVFS

    Windows-Team nutzt fast vollständig Git

  7. Netzneutralität

    Verbraucherschützer wollen Verbot von Stream On der Telekom

  8. Wahlprogramm

    SPD fordert Anzeigepflicht für "relevante Inhalte" im Netz

  9. Funkfrequenzen

    Bundesnetzagentur und Alibaba wollen Produkte sperren

  10. Elektromobilität

    Qualcomm lädt E-Autos während der Fahrt auf



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Tado im Langzeittest: Am Ende der Heizperiode
Tado im Langzeittest
Am Ende der Heizperiode
  1. Speedport Smart Telekom bringt Smart-Home-Funktionen auf den Speedport
  2. Tapdo Das Smart Home mit Fingerabdrücken steuern
  3. Mehr Möbel als Gadget Eine Holzfernbedienung für das Smart Home

Blackberry Keyone im Test: Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
Blackberry Keyone im Test
Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
  1. Blackberry Keyone kommt Mitte Mai
  2. Keyone Blackberrys neues Tastatur-Smartphone kommt später
  3. Blackberry Keyone im Hands on Android-Smartphone mit toller Hardware-Tastatur

The Surge im Test: Frust und Feiern in der Zukunft
The Surge im Test
Frust und Feiern in der Zukunft
  1. Computerspiele und Psyche Wie Computerspieler zu Süchtigen erklärt werden sollen
  2. Wirtschaftssimulation Pizza Connection 3 wird gebacken
  3. Mobile-Games-Auslese Untote Rundfahrt und mobiles Seemannsgarn

  1. Re: "Besser sei es, Tarife anzubieten, die ein...

    sundown73 | 20:55

  2. Re: Volumenbegrenzungen abschaffen

    plutoniumsulfat | 20:55

  3. Re: "Wenn die Kosten sich dafür lohnen"

    Stefan99 | 20:53

  4. Re: Ubisoft Trailer...

    MadMonkey | 20:49

  5. Re: 700$ - Ich hätte da eine bessere Lösung...

    Oktavian | 20:48


  1. 17:40

  2. 16:40

  3. 16:29

  4. 16:27

  5. 15:15

  6. 13:35

  7. 13:17

  8. 13:05


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel