Bundesministerien: Entwicklungshilfe mit mehr E-Autos als Umweltressort
Zur Flotte der Bundesministerien und ihren angeschlossenen Behörden gehören 24.716 Autos, aber nur 582 davon fahren voll elektrisch. Werden Plug-in-Hybride sowie Wasserstoff- und Biogas-Autos hinzugezählt, liegt die Quote bei 5,6 Prozent. Das geht aus einer Regierungsantwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen hervor, die der Süddeutschen Zeitung(öffnet im neuen Fenster) vorliegt.
Zum Vergleich: Autos mit alternativen Antrieben hatten laut Kraftfahrzeugbundesamt(öffnet im neuen Fenster) Anfang 2021 in Deutschland einen Anteil von 3,6 Prozent.
Die Verteilung von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben ist zwischen den Ministerien höchst unterschiedlich. Im Entwicklungsministerium sind 100 Prozent der Fahrzeuge mit so einem Antrieb ausgestattet, gefolgt vom Auswärtigen Amt mit 82,4 Prozent und dem Umweltministerium mit 57,9 Prozent. Beim Bundesverkehrsministerium sind es nur 6,3 Prozent. Das bedeutet den vorletzten Platz vor dem Verteidigungsministerium mit 1,6 Prozent.
Das Bundesverkehrsministerium verfügt über 31 Fahrzeuge, die zwar vollständig mit alternativen Antrieben ausgestattet sind. Doch die dazugehörigen Behörden, wo von 2.100 Autos nur jedes 20. umweltfreundlich fährt, führen zu der schlechten Positionierung in der Gesamtwertung. Die Süddeutsche Zeitung berichtete, das Verkehrsministerium habe seine Behörden nun aufgefordert, eine Umstellung zu prüfen.
US-Präsident Joe Biden kündigte kurz nach seiner Vereidigung an, die gesamte Fahrzeugflotte der US-Regierung auf Elektroautos umzustellen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) berichtete, handelt es dabei um insgesamt 645.000 Fahrzeuge.
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