Bundesländer: Rundfunkbeitrag soll mit Inflation steigen

Sechs Bundesländer wollen in der kommenden Woche eine Änderung bei der Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Sender durchsetzen. Der Rundfunkbeitrag soll automatisch steigen und die Sender sollen flexibler werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Soll wegfallen: KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten)
Soll wegfallen: KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) (Bild: KEF)

Die Steigerung des Rundfunkbeitrags soll sich künftig an der Inflationsrate orientieren. Das berichtet die Neue Osnabrücker Zeitung unter Berufung auf eine Vorlage, die in der kommenden Woche auf der Konferenz der Ministerpräsidenten in Berlin beraten werden soll. Den Vorschlag haben die Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hamburg, Sachsen, Schleswig-Holstein und Thüringen ausgearbeitet.

Stellenmarkt
  1. Software-Entwickler für Logistik-Anwendungen (m/w/d)
    Deichmann SE, Essen
  2. IT-Systembetreuer (m/w/d)
    Pickenpack Seafoods GmbH, Lüneburg
Detailsuche

Das bisherige Verfahren, den Finanzbedarf von ARD, ZDF und Deutschlandfunk von der KEF (Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten) festsetzen zu lassen, würde damit abgeschafft werden.

Die Höhe des Rundfunkbeitrags lag pro Haushalt bis März 2015 bei monatlich 17,98 Euro, gegenwärtig sind es 17,50 Euro. Der Rundfunkbeitrag in Deutschland ist eine Haushaltsgebühr, die jeder zahlen muss, auch Menschen, die kein Rundfunkgerät besitzen. Mit den Beiträgen in einer Gesamthöhe von knapp 8 Milliarden Euro im Jahr 2016 werden 20 Fernsehprogramme und 69 Radiosender finanziert.

Programmteile sollen eigenverantwortlich gestrichen werden können

ARD und ZDF sollen künftig Teile ihres Programms eigenverantwortlich streichen können, um andere Schwerpunkte zu setzen oder um zu sparen. "Wir wollen einen starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk", sagte der Kieler Regierungschef Daniel Günther (CDU) der Neuen Osnabrücker Zeitung. "Allerdings sind Radio und Fernsehen heute nicht mehr die einzigen Verbreitungswege. Deshalb müssen wir neu denken: Wir brauchen einen flexibleren Auftrag, der auf Inhalten beruht, weg von der Betrachtung der Verbreitungswege", erklärte Günther.

Golem Karrierewelt
  1. Adobe Photoshop für Social Media Anwendungen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    14./15.12.2022, virtuell
  2. First Response auf Security Incidents: Ein-Tages-Workshop
    28.02.2023, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Laut dem Bericht deutet sich unter den Ministerpräsidenten eine breite Zustimmung für die Initiative an. Auch Sondierungen in den übrigen Staatskanzleien seien positiv ausgefallen, heißt es aus informierten Kreisen.

"Der Vorschlag ist bislang noch nicht politisch beraten worden und wirft aus Sicht vieler Länder auch fachlich noch eine ganze Reihe Fragen auf", sagte hingegen Almut Rusbüldt, stellvertretende Sprecherin der Landesregierung Rheinland-Pfalz Golem.de auf Anfrage. Ministerpräsidentin Malu Dreyer hat den Vorsitz der Rundfunkkommission inne.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Lord Gamma 11. Jun 2018

Mich interessiert es nicht mehr und nicht weniger als Bundesligaspiele, also gar nicht...

Clown 11. Jun 2018

Wie willst Du das eigentlich wissen, ohne ÖR zu schauen? Ich mein, Du wetterst ja schon...

Anonymer Nutzer 11. Jun 2018

Ihr seht das etwas zu schwarz. Boykott != Selbstjustiz Demonstration != Selbstjustiz...

Benutzer0000 11. Jun 2018

(Kein Text)



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Japan und die Digitalisierung
Immer noch zu analog

Japan ist bekannt für Hightech und Roboter. Bei der Digitalisierung liegt man aber hinter anderen Industriestaaten, viele Arbeitsprozesse sind bis heute analog.
Ein Bericht von Felix Lill

Japan und die Digitalisierung: Immer noch zu analog
Artikel
  1. Amazon Shopper Panel: Amazon zahlt für Überwachung des Smartphone-Datenverkehrs
    Amazon Shopper Panel
    Amazon zahlt für Überwachung des Smartphone-Datenverkehrs

    Wer seinen gesamten Smartphone-Datenverkehr über Amazons Server leitet, wird mit einem monatlichen Gutschein dafür bezahlt.

  2. Soziale Netzwerke: Liken bei Hasspostings kann strafbar sein
    Soziale Netzwerke
    Liken bei Hasspostings kann strafbar sein

    Facebook-Nutzer, die nicht davor zurückschrecken, diskriminierende oder beleidigende oder Postings zu liken, sollten sich das gut überlegen. Denn das Drücken des Gefällt-mir-Buttons kann hier erhebliche rechtliche Folgen haben.
    Von Harald Büring

  3. Konflikt mit den USA: Snowden verteidigt seine russische Staatsbürgerschaft
    Konflikt mit den USA
    Snowden verteidigt seine russische Staatsbürgerschaft

    Eigentlich wollte Edward Snowden parallel die US-amerikanische Staatsbürgerschaft behalten - das wurde ihm unmöglich gemacht.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • PS5-Bundle vorbestellbar • SanDisk Extreme PRO 1TB 141,86€ • Amazon-Geräte bis -53% • Mindstar: Alphacool Eiswolf 2 AiO 360 199€, AMD-Ryzen-CPUs zu Bestpreisen • Alternate: WD_BLACK P10 2TB 76,89€ • Advent-Tagesdeals bei MediaMarkt/Saturn • Thrustmaster Ferrari GTE Wheel 87,60€ [Werbung]
    •  /