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Bundeskriminalamt: Falschgeld wird im Darknet bestellt

Das Bundeskriminalamt und weitere Polizeibehörden haben Ermittlungen gegen Falschgeldverbreiter im Darknet aufgenommen. Zahlreiche Wohnungen sind durchsucht worden. Kriminelle hatten online Falschgeld von hoher Qualität gekauft.
/ Michael Linden
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Euro-Noten werden recht häufig gefälscht. (Bild: Maik Meid)
Euro-Noten werden recht häufig gefälscht. Bild: Maik Meid / CC-BY 2.0

Die Polizei wirft den mutmaßlichen Tätern vor, im Darknet Falschgeld geordert zu haben. Das Dark Web ist die Unterordnung des nicht von normalen Suchmaschinen indizierten Web ( Deep Web ) und umfasst etwa das Tor-Netzwerk, Freenet oder das I2P-Netzwerk des Invisible Internet Projects.

Das Bundeskriminalamt verriet seine Ermittlungsmethoden natürlich nicht, doch die gefundenen Beweise reichten für Durchsuchungsbeschlüsse aus, die am 11. November 2015 in mehreren Bundesländern vollstreckt wurden.

Die mutmaßlichen Täter sollen Fälschungen von 20- und 50-Euro-Noten bestellt haben, die in Italien im Offset-Druckverfahren in hoher Qualität gefertigt wurden. Sie seien nur schwer als Falschgeld zu erkennen, erklärte das BKA. Diese Falsifikate sollen 2014 etwa die Hälfte des durch die Polizei in Deutschland sichergestellten Falschgeldes ausgemacht haben. Im vergangenen Jahr wurde in circa 1.300 Fällen Falschgeld bei polizeilichen Maßnahmen sichergestellt. Dabei handelte es sich um 75.631 falsche Euro-Banknoten mit einem Nennwert von 5,3 Millionen Euro. Diese Daten gehen aus dem Bundeslagebild Falschgeldkriminalität 2014 des BKA ( PDF(öffnet im neuen Fenster) ) hervor.

Ob die Ankäufer das Falschgeld in den oben beschriebenen Fällen in Umlauf brachten oder weiterverkauften, wird noch ermittelt.


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