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Bundeskartellamt: Verfügung gegen Amazons Marketplace-Preisdiktat

Das Verbot von Amazon für Marketplace-Händler, Waren anderswo zu einem günstigeren Preis anzubieten, ist nicht komplett aufgehoben und gilt für Platinhändler weiter. Jetzt will das Bundeskartellamt dagegen vorgehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Amazon-Lager in Leipzig
Amazon-Lager in Leipzig (Bild: Fabrizio Bensch/Reuters)

Das Bundeskartellamt will mit einer einstweiligen Verfügung gegen das umstrittene Preisdiktat bei Amazons Marketplace vorgehen. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung unter Berufung auf Behördenchef Andreas Mundt. "Es ist mitunter gar nicht so einfach, sich als nationale Behörde gegen global aufgestellte Konzerne durchzusetzen. Zum Glück haben wir die Folterinstrumente, die wir nötigenfalls auch einsetzen", sagte Mundt.

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Ende August 2013 hatte Amazon dem Bundeskartellamt mitgeteilt, dass die Preisparität auf Amazon Marketplace nicht mehr durchgesetzt wird. Danach mussten Händler bei Amazon den jeweils günstigsten Preis anbieten. Die entsprechenden allgemeinen Geschäftsbedingungen seien für einen Teil der Händler bereits geändert worden.

Einige Amazon-Händler sollen die Änderungen aber noch gar nicht bemerkt haben. Zudem gelten die Vorgaben weiter für Amazon-Platinhändler, also Anbieter mit einem großen Volumen bei Amazon.

"Es läuft ein Verfahren, und wir sind mit Amazon im Gespräch, um diese Wettbewerbsbehinderung zu beseitigen. Falls nötig werden wir gegen Amazon auch eine glasklare Verfügung erlassen", sagte Mundt der Süddeutschen Zeitung. Laut dem Bericht erzielte der US-Konzern in Deutschland im Jahr 2012 einen Umsatz von 6,5 Milliarden Euro. Damit ist Deutschland der wichtigste Landesmarkt nach den USA.

Amazon erklärt selbst zur Preisparität, dass Kunden sich darauf verließen, bei Amazon.de niedrige Preise und günstige Einkaufsbedingungen vorzufinden. "Selbstverständlich steht es Verkäufern frei, die Preise, zu denen sie ihre Produkte über verschiedene Verkaufskanäle anbieten, selbst zu bestimmen. Um Kunden bei Amazon.de das bestmögliche Einkaufserlebnis zu bieten, dürfen Verkäufer, die sich entscheiden, ihre Produkte bei Amazon anzubieten, bei Amazon keinen höheren Preis verlangen als anderswo."

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Endwickler 22. Okt 2013

Es liest sich nicht so, als ob es beschlossen wäre so ndern es wird nur angekündigt...


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