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Bundeskartellamt: Telekom und EWE dürfen 300.000 FTTB/H-Zugänge bauen

Das Bundeskartellamt hat den gemeinsamen Glasfaserausbau von Telekom und EWE genehmigt. Bereits in den nächsten vier Jahren sollen verbindlich 300.000 Glasfaseranschlüsse bis in Gebäude und Wohnungen gebaut werden.
/ Achim Sawall
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EWE-Vorstandsvorsitzender Stefan Dohler (links) und Dirk Wössner, Vorstand Telekom Deutschland (Bild: Deutsche Telekom)
EWE-Vorstandsvorsitzender Stefan Dohler (links) und Dirk Wössner, Vorstand Telekom Deutschland Bild: Deutsche Telekom

Das Bundeskartellamt hat der Deutschen Telekom und EWE die endgültige fusionskontrollrechtliche Freigabe für die Gründung des Joint Ventures Glasfaser Nordwest erteilt. Das gab die Behörde am 30. Dezember 2019 bekannt(öffnet im neuen Fenster) . Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes, sagte: "Die Beteiligten haben sich zu erheblichen Investitionen in den zügigen Ausbau gigabitfähiger Netze verpflichtet. Darüber hinaus haben sie sich bereit erklärt, bestimmte wettbewerbliche Leitplanken zu beachten." In der jetzigen Form werde die Kooperation zu deutlichen Verbesserungen auf den Telekommunikationsmärkten in der betroffenen Region und auch im ländlichen Raum führen.

Anfang Dezember hatte die Behörde bereits eine erste Teilentscheidung erlassen und die von den beiden Konzernen gemachten Ausbauzusagen sowie den Netzzugang für Dritte für rechtlich bindend erklärt. Die Entscheidung des Bundeskartellamts ist noch nicht rechtskräftig, Vodafone und 1&1 klagen gegen das Projekt und wollen einen Zugang zu regulierten Preisen durchsetzen.

Telekom und EWE haben sich beim Bundeskartellamt in den nächsten vier Jahren zum nicht öffentlich geförderten Ausbau von 300.000 Glasfaseranschlüssen bis in die Gebäude und Wohnungen verpflichtet. Im Jahr 2020 sollten die ersten Kunden im Ausbaugebiet die neuen Glasfaseranschlüsse nutzen können.

"Das neue Unternehmen wird sofort loslegen" , sagte Telekom-Deutschland-Chef Dirk Wössner(öffnet im neuen Fenster) . Laut den Auflagen darf nur in nicht geförderten Gebieten ausgebaut werden, eine Konzentration auf städtische Gebiete ist nicht erlaubt. Glasfaser Nordwest will bis zu 1,5 Millionen Haushalte und Firmen in Teilen Niedersachsens, Nordrhein-Westfalens und in Bremen mit Internet versorgen.


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