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Bundeskanzlerin Merkel: Programmieren wird "Basisfähigkeit" von jungen Menschen

So wichtig wie Lesen, Rechnen und Schreiben: Bundeskanzlerin Merkel misst dem Programmieren künftig eine große Bedeutung bei. Unklar bleibt, wie das gelehrt werden soll.

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Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Deutsch-Französischen Digitalkonferenz
Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Deutsch-Französischen Digitalkonferenz (Bild: BMWi/Screenshot: Golem.de)

Nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt dem Thema Digitalisierung in der Schule künftig eine zentrale Rolle zu. "Ich glaube, dass die Fähigkeit zum Programmieren eine der Basisfähigkeiten von jungen Menschen wird, neben Lesen, Schreiben, Rechnen. Die werden nicht wegfallen. Aber Programmieren wird nochmal dazu kommen", sagte Merkel am Dienstag auf der Deutsch-Französischen Digitalkonferenz in Berlin. Allerdings müssten alle Altersschichten in diesem Bereich weitergebildet werden.

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Mit ihren Äußerungen vom Dienstag ist Merkel einen Schritt weiter als in früheren Reden gegangen. So hatte sie im vergangenen Oktober auf den Münchner Medientagen zum Thema gesagt: "Im Übrigen (...) denke ich, dass es auch eine der grundlegenden Notwendigkeiten ist, dass im Schulunterricht das Programmieren zumindest ansatzweise gelernt wird, damit man weiß, wie Algorithmen zustande kommen."

Sollte Programmieren aber eine "Basisfähigkeit" von Schülern wie Lesen, Rechnen und Schreiben werden, reicht es sicher nicht aus, dieses nur "ansatzweise" zu lernen. Wie das konkret umgesetzt werden könnte, sagte Merkel nicht. Zudem räumte sie ein, dass die "Bundesebene in Deutschland eigentlich keine Möglichkeit hat, auf die Schulebene zuzugreifen".

Altbekannte Forderungen

Forderungen nach einem Programmierunterricht hatte vor gut zwei Jahren bereits die Internetbotschafterin der Bundesregierung, Gesche Joost (SPD), erhoben. Sonst drohten die Schüler international zurückzufallen. Es sei dabei nicht zwingend notwendig, ein eigenes Schulfach für Informatik zu schaffen, hatte Joost gesagt.

Die Gesellschaft für Informatik (GI) hatte hingegen Ende November 2014 gefordert, dass Informatikunterricht ab der Grundschule im Lehrplan stehen müsse. "Nur wenn Kinder frühzeitig mit der Informationstechnik - möglichst auf spielerische Weise - in Berührung kommen, kann in den Jugendlichen der Wunsch reifen, eine entsprechende Ausbildung zu beginnen. Darauf müssen wir gemeinsam hinarbeiten", sagte GI-Chef Peter Liggesmeyer. Es studierten nach wie vor viel zu wenig junge Leute das Fach Informatik.



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M.Kessel 15. Dez 2016

Das Problem mit dem Programmieren ist, das man dafür Fähigkeiten besitzen muß, die z.B...

janoP 15. Dez 2016

Haben wir alles am Gymnasium gelernt, Objektorientierung, verschiedene...

Proctrap 14. Dez 2016

nur kommt es trotzdem blöd, wenn man anscheinend studieren soll für die Firmen, aber zum...

plutoniumsulfat 14. Dez 2016

Selbst Aufsätze sind bei den passenden Lehrern pures Auswendiglernen. Der Lehrer will ja...

picaschaf 14. Dez 2016

Was brauchst du für eine einfache Steuererklärung bitte mehr als Addition und ein normal...


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Vom Junior-Projektleiter zum IT-Director konnte Florian Schader sämtliche Facetten der IT-Welt gestalten und hat eine Leidenschaft entwickelt, diese Erfahrungen weiterzugeben. Seine Grundmotivation ist die aktive Weitergabe seiner 20-jährigen Projekt- und Leitungserfahrung im IT-Umfeld, der Erfolg von Projekten und die aktive Weiterentwicklung von Menschen. Dabei stellt er immer den Bezug zur Praxis her. Als Trainer und Coach ist er spezialisiert auf Projektmanagement und Führungskräfteentwicklung.

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