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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (Bild: Thomas Peter/Reuters)

Bundesinnenminister: "Provider sollen gegen Schadsoftware aktiv werden"

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (Bild: Thomas Peter/Reuters)

Hans-Peter Friedrich will Internetprovider verpflichten, über akute Gefahren durch Schadsoftware und eine mögliche Abwehr zu informieren. Warnungen durch das BSI reichten nicht mehr aus.

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) will Internet Service Provider verpflichten, für die Sicherheit der Netze zu sorgen. Das sagte Friedrich der Financial Times Deutschland. "Sie sind diejenigen, die im Internet und mit dem Internet Geld verdienen und von denen wir verlangen können, dass sie an der Sicherheit des Netzes und der Infrastruktur mitwirken".

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Die Provider sollten aktiv werden, wenn zehntausende Rechner mit "Schadsoftware infiziert sind", forderte Friedrich. Es reiche in solchen Fällen nicht mehr aus, die Nutzer aufzufordern, sich an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik zu wenden.

Friedrich will Provider verpflichten, ihre Kunden über akute Gefahren und eine mögliche Abwehr zu informieren. Er erwarte keine Begeisterung von den betroffenen Unternehmen, wolle aber auch nicht in Aktionismus verfallen. "Wir machen nur, was notwendig ist", versicherte er.

Beim deutschen Providerverband Eco war gegenwärtig niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Der Verband steht hinter dem Anti-Botnet Beratungszentrum, das Internetnutzern hilft, die Computer von Schadprogrammen zu befreien und zu schützen.

Friedrich war bereits Ende März 2012 für mehr Zentralisierung in der IT-Sicherheit eingetreten. Er appellierte an die Wirtschaft und ihre Verbände, bei Einbrüchen in ihre Netze endlich einen Single Point of Contact zu schaffen, um schnell reagieren zu können. Zu den spektakulären Sicherheitsproblemen der vergangenen Zeit zählten laut Friedrich DNS-Changer, die Sony-Hacks und Stuxnet, sagte er im März in Berlin.

Nachtrag vom 5. Juli 2012, 15:25 Uhr

Eco-Chef Michael Rotert sagte Golem.de: "Wir können die Forderung des Bundesinnenministers nicht nachvollziehen. Gerade in der Bekämpfung von Schadsoftware arbeiten die Internet Service Provider effizient, schnell und zielgerichtet zusammen. Im Anti-Botnet-Beratungszentrum engagieren sich die Provider in einem Projekt, das Internetnutzern hilft, ihre Computer von Schadprogrammen zu befreien und nachhaltig zu schützen. Etliche Provider informieren betroffene Kunden, wenn deren Rechner mit einem Schadprogramm infiziert sind. Der Austausch zwischen den Providern funktioniert auch im gegenseitigen Reporting von Attacken sehr gut."


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Youssarian 06. Jul 2012

Die (hierzulande gerichtlich ad acta gelegte und laut EU wieder einzuführende...

detructor15 06. Jul 2012

das Klimaanlagenhersteller verpflichtet sind die durgeschleuste Luft so zu filtern, dass...

Uzzi 05. Jul 2012

Das machen die Provider und auch die Telekom schon seitdem sie Internet anbieten, zumal...

Uzzi 05. Jul 2012

Auch wenn Ihr Verständnis, Ausdruck und öffentliches Auftreten nichts Gutes versprechen...

Alexej 05. Jul 2012

Das wird darin ausarten dass die Homeuser die Hotline stürmen würden mit allen möglichen...



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