Bundesinnenminister: Hackerangriffe sollen meldepflichtig werden

Bundesinnenminister Friedrich will schwere IT-Angriffe per Gesetz meldepflichtig machen. Das Information Security Forum befürwortet zwar Transparenz, meint aber, diese müsse im Geschäftsalltag umsetzbar sein und dürfe nicht die einzelnen Akteure schwächen. Dazu seien internationale Regelungen nötig.

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Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (Bild: Thomas Peter/Reuters)

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) will "schwere Cyberangriffe und weitreichende IT-Sicherheitsvorfälle" meldepflichtig machen. Das sagte Friedrich laut einem Bericht der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Dazu werde ein Gesetzesvorhaben geprüft, das wichtige Infrastrukturunternehmen aus den Bereichen Elektrizitätsversorgung, Telekommunikation, Finanzwirtschaft und Logistik betreffen soll.

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Steve Durbin, Global Vice President des Information Security Forums (ISF), zu dem IBM, Nokia, Telefonica, Swisscom oder auch das deutsche BSI gehören, erklärte: "Behörden, Organisation und Unternehmen tun sich schwer bei der gemeinsamen Bekämpfung von Cyberattacken." Staatliche Einrichtungen hätten mit gemeinsamen Cyber-Abwehrzentren erste Schritte in diese Richtung getan, doch viele Unternehmen sähen Transparenz als ein Zeichen von Schwäche und als Einfallstor für weitere Attacken. Durbin: "Aus unserer Erfahrung und der Erfahrung unserer Mitglieder im ISF muss ich dem widersprechen: Unternehmen können Sicherheit im Cyberspace nicht durch Isolation erreichen. Transparenz und verbindliche Regelungen sind sinnvoll, erhöhen sie doch den Druck auf alle Unternehmen, das Thema - auch vor ihren Kunden und Partnern - ernst zu nehmen. Sie müssen aber im Geschäftsalltag umsetzbar sein und dürfen nicht die einzelnen Akteure schwächen. Die Politik kann dazu beitragen, indem sie Gesetze und Regelungen vereinfacht, harmonisiert und auf überstaatlicher Ebene durchsetzt. Denn der Cyberspace ist international."

Friedrich hatte bereits im Juli 2012 gesagt, er wolle Internet Service Provider darauf verpflichten, für die Sicherheit der Netze zu sorgen. "Sie sind diejenigen, die im Internet und mit dem Internet Geld verdienen und von denen wir verlangen können, dass sie an der Sicherheit des Netzes und der Infrastruktur mitwirken".

Der Chef des Providerverbands Eco, Michael Rotert, hatte das zurückgewiesen: "Wir können die Forderung des Bundesinnenministers nicht nachvollziehen. Gerade in der Bekämpfung von Schadsoftware arbeiten die Internet-Service-Provider effizient, schnell und zielgerichtet zusammen. Im Anti-Botnet-Beratungszentrum engagieren sich Provider in einem Projekt, das Internetnutzern hilft, ihre Computer von Schadprogrammen zu befreien und nachhaltig zu schützen. Etliche Provider informieren betroffene Kunden, wenn deren Rechner mit einem Schadprogramm infiziert sind. Der Austausch zwischen den Providern funktioniert auch im gegenseitigen Reporting von Attacken sehr gut."

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Hu5eL 23. Aug 2012

da hätte ich bei so manchem Mail-Server Angst, dass er die Last nicht schafft :D

bstea 19. Aug 2012

Bin ich froh, wenn die Ferienzeit wieder zu Ende ist.

SelfEsteem 19. Aug 2012

Du bist CDU/CSU-Wähler, hm? Das Thema wär wohl abgehakt ...

Anonymer Nutzer 19. Aug 2012

Friedrich hat sicher ein Konto bei der Dt. Bank und was macht sie fuer Geschaefte jetzt...



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