Abo
  • Services:

Bundesinnenminister: "Anfälligkeit für IT-Angriffe wegen billiger Software"

Wenn Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich die Gründe für IT-Angriffe aufdeckt und Vizekanzler Philipp Rösler das Acta-Abkommen verteidigt, dann ist Internetkongress des CDU-Wirtschaftsrats. Viviane Reding erklärte den Weltdatenschutzstandard und warum das nächste Google europäisch sein wird.

Artikel veröffentlicht am ,
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) sieht die Gründe für die Anfälligkeit für IT-Angriffe in der Wirtschaft häufig in schlecht gemachter Software. Friedrich sagte auf dem Internetkongress des CDU-Wirtschaftsrats am 21. März 2012 in Berlin: "Software, die anfällig ist für Angriffe, wurde meist preisgünstig produziert." Zu den spektakulären Sicherheitsproblemen der letzten Zeit zählten laut Friedrich DNS-Changer, die Sony-Hacks und Stuxnet.

  • Dorothee Belz, Microsoft-Deutschland-Geschäftsführung (Bilder: Achim Sawall/Golem.de)
  • Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler
  • Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich
Dorothee Belz, Microsoft-Deutschland-Geschäftsführung (Bilder: Achim Sawall/Golem.de)
Stellenmarkt
  1. Universität Hamburg, Hamburg
  2. Bosch Gruppe, Reutlingen

40 Prozent der weltweiten Wertschöpfung beruhten bereits auf dem Internet, was auch den Grad der Verwundbarkeit durch die Netze zeige. Nach einer aktuellen Studie sei ein Handelskonzern ohne Internet in drei Tagen bankrott, für eine Bank genügten zwei Tage totalen Netzausfalls. Der Innenminister appellierte an die Wirtschaft und ihre Verbände, bei Einbrüchen in die IT-Infrastruktur endlich einen Single Point of Contact zu schaffen, um schnell reagieren zu können.

Beim Cloud Computing müsse laut Friedrich gelten: "Wenn sie in Deutschland ihre Daten hinterlegen, dann sind sie auch sicher." Harald Kayser vom Vorstand von PricewaterhouseCoopers sagte, dass Cloud Computing in den USA wegen der Zugriffsmöglichkeiten der Regierung auf die Daten nicht sicher sei. Daher müsse Cloud Computing in der EU stattfinden.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) betonte, dass "wir deutlich höhere Übertragungsraten brauchen, als wir bisher zur Verfügung stellen" und bekräftigte das Ziel, bis 2018 allen Menschen 50 MBit/s zur Verfügung zu stellen. Dies müsse mit marktwirtschaftlichen Mitteln durchgesetzt werden. Erst wenn dies nicht gelinge, würde der Staat eventuell nachsteuern.

Rösler: Acta ist ein Versuch, für geistiges Eigentum zu kämpfen

Acta sei "der Versuch, für mehr Markenschutz und geistiges Eigentum zu kämpfen", erklärte Vizekanzler Rösler. Diesem Thema würde eine emotionale Betrachtungsweise nicht gerecht, sagte er in Bezug auf die europaweiten Massenproteste gegen Acta. Das Acta-Abkommen werde zudem dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Prüfung vorgelegt.

Bei der Forderung der EU-Kommission nach einem Recht auf digitales Vergessen müsse bedacht werden, was technisch machbar ist und was nicht, betonte Dorothee Belz aus der Microsoft-Geschäftsführung, die den Internetarbeitskreis des CDU-Wirtschaftsrats führt, in ihrer Ansprache. Die Vizepräsidentin der EU-Kommission Viviane Reding, die diese Forderung führend vertritt, warb für die EU-Datenschutzreform, die in allen Mitgliedstaaten gleiches Datenschutzrecht für Unternehmen schaffen soll.

Hohes Datenschutzrecht sei nötig, "sonst werden die Menschen ihre Daten für sich behalten, und dann kann die Wirtschaft nicht mehr funktionieren", erklärte Reding. Kurz nach der Vorlage der EU-Datenschutznovelle am 25. Januar 2012 habe US-Präsident Barack Obama eine eigene Datenschutznovelle vorgelegt, "die er halb bei uns abgeschrieben hatte", sagte Reding. Damit sei die EU auf dem Weg, einen Weltstandard zu schaffen. Junge Startups würden mit dessen Hilfe vielleicht ein neues Google in Europa schaffen.



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,99€
  2. (-67%) 9,99€
  3. 59,99€ mit Vorbesteller-Preisgarantie (Release 26.02.)
  4. 45,95€

bugmenot 23. Mär 2012

Stimmt, die Merkel hat auch in ihrer Biographie geschrieben, dass die nur so weit...

henryanki 22. Mär 2012

...und das würde der Wirtschaft schaden?! Mal überlegen: Sind den Menschen ihre Daten soo...

fratze123 22. Mär 2012

du trollst. unsinn. was haben die mit linux zu tun? zumal man als "normaler" nutzer...

tendenzrot 22. Mär 2012

Dieses Zitat hat es mir auch angetan. :-) Pfannkuchen schmecken wesentlich besser, wenn...

Anonymer Nutzer 22. Mär 2012

Wenn du ihm das vorschlaegst fummelt er nur kurz in seiner Hosentasche und guckt nach ob...


Folgen Sie uns
       


Nubia X - Hands on (CES 2019)

Das Nubia X hat nicht einen, sondern gleich zwei Bildschirme. Wie der Hersteller die Dual-Screen-Lösung umgesetzt hat, haben wir uns auf der CES 2019 angeschaut.

Nubia X - Hands on (CES 2019) Video aufrufen
IT-Jobporträt Spieleprogrammierer: Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben
IT-Jobporträt Spieleprogrammierer
"Ich habe mehr Code gelöscht als geschrieben"

Wenn man im Game durch die weite Steppe reitet, auf Renaissance-Hausdächern kämpft oder stundenlang Rätsel löst, fragt man sich manchmal, wer das alles in Code geschrieben hat. Ein Spieleprogrammierer von Ubisoft sagt: Wer in dem Traumjob arbeiten will, braucht vor allem Geduld.
Von Maja Hoock

  1. Recruiting Wenn die KI passende Mitarbeiter findet
  2. Softwareentwicklung Agiles Arbeiten - ein Fallbeispiel
  3. IT-Jobs Ein Jahr als Freelancer

Mac Mini mit eGPU im Test: Externe Grafik macht den Mini zum Pro
Mac Mini mit eGPU im Test
Externe Grafik macht den Mini zum Pro

Der Mac Mini mit Hexacore-CPU eignet sich zwar gut für Xcode. Wer eine GPU-Beschleunigung braucht, muss aber zum iMac (Pro) greifen - oder eine externe Grafikkarte anschließen. Per eGPU ausgerüstet wird der Mac Mini viel schneller und auch preislich kann sich das lohnen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Apple Mac Mini (Late 2018) im Test Tolles teures Teil - aber für wen?
  2. Apple Mac Mini wird grau und schnell
  3. Neue Produkte Apple will Mac Mini und Macbook Air neu auflegen

Android-Smartphone: 10 Jahre in die Vergangenheit in 5 Tagen
Android-Smartphone
10 Jahre in die Vergangenheit in 5 Tagen

Android ist erst zehn Jahre alt, doch die ersten Geräte damit sind schon Technikgeschichte. Wir haben uns mit einem Nexus One in die Zeit zurückversetzt, als Mobiltelefone noch Handys hießen und Nachrichten noch Bällchen zum Leuchten brachten.
Ein Erfahrungsbericht von Martin Wolf

  1. Android Q Google will den Zurück-Button abschaffen
  2. Sicherheitspatches Android lässt sich per PNG-Datei übernehmen
  3. Google Auf dem Weg zu reinen 64-Bit-Android-Apps

    •  /