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Bundeshack:
Ausländischer Geheimdienst soll Regierung gewarnt haben

Der Angriff auf das Netzwerk der Bundesregierung soll sich über eine Hochschule des Bundes bis hin zum Außenministerium gezogen haben. Der Bundestag hat in mehreren Sondersitzungen offenbar widersprüchliche Angaben von der Regierung erhalten.
/ Hauke Gierow , Friedhelm Greis
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Die Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung (Bild: HS Bund)
Die Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung Bild: HS Bund

Die Bundesregierung hat den Hack des eigenen Netzwerkes offenbar nicht selbst entdeckt, sondern soll von einem anderen Geheimdienst gewarnt worden sein. Nach Informationen des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB)(öffnet im neuen Fenster) wurde die Regierung am 19. Dezember 2017 erstmals darüber informiert.

Nach der ersten Meldung soll das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik die Ermittlungen aufgenommen haben und konnte einen ersten Infektionsvektor in der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung ausmachen. Von dort sollen die Angreifer sich weiter im Netzwerk ausgebreitet haben, bis sie schließlich im Auswärtigen Amt landeten. Nach Angaben des RBB wurde dort zuerst die Liegenschaftsverwaltung infiziert, später "ein Referat mit Russlandbezug" . Von dort sollen die Angreifer sechs Dokumente heruntergeladen haben, die zum Teil Bezug zu Russland, der Ukraine und Belarus haben sollen.

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