Abo
  • Services:

Bundesgerichtshof: Kopierschutzmaßnamen für Konsolen sind zulässig

Konsolen und Handhelds dürfen durch technische Maßnahmen vor der Verwendung von Schwarzkopien geschützt werden - selbst dann, wenn etwa eine Slot-1-Karte auch legal genutzt werden könnte.

Artikel veröffentlicht am ,
R4-Karte
R4-Karte (Bild: Screenshot Golem.de)

Der Bundesgerichtshof hat in einem aktuellen Urteil entschieden, dass es zulässig ist, Konsolen und Handhelds durch technische Maßnahmen zu schützen. Im konkreten Fall ging es um die Frage, ob ein Dritthersteller eigene Speicherkarten oder Adapter für das Nintendo DS herstellen darf, obwohl der Hersteller dies durch die Gestaltung seiner Produkte zu verhindern versucht.

Stellenmarkt
  1. M-net Telekommunikations GmbH, München
  2. McService GmbH, München

Zwar gebe es durchaus legale Einsatzmöglichkeiten etwa von Speicheradaptern. Allerdings bilde "die Möglichkeit des Abspielens von Raubkopien" den "maßgeblichen wirtschaftlichen Anreiz zum Kauf der Adapter". Die "legalen Einsatzmöglichkeiten der Adapter treten demgegenüber eindeutig in den Hintergrund", so die Richter.

Das Urteil des Bundesgerichtshofs ist ein weiterer Schritt im Rechtsstreit zwischen Nintendo und dem inzwischen insolventen Dortmunder Unternehmen SR-Tronic. Die Firma hatte mit sogenannten Slot-1-Karten (in der Szene auch R4-Karten genannt) gehandelt, mit denen die DRM-Systeme der Nintendo-DS-Serie umgangen werden konnten.

In einem ersten Gerichtsverfahren Mitte 2012 hatte Nintendo gewonnen und eine Million Euro Schadensersatz zugesprochen bekommen. Seitdem hatte es mehrere Verfahren und Revisionen gegeben.

SR-Tronic hatte argumentiert, dass es mit den Slot-1-Karten auch möglich sei, Homebrew-Software abzuspielen. Nach Darstellung von SR-Tronic gab es bereits vor dem Verkauf der Karten eine Szene, in der alternative Software entwickelt wurde, beispielsweise um ein Nintendo DS als MP3-Player oder für Twitter und Facebook zu nutzen.

Durch das jetzt erfolgte Urteil ist der Fall noch nicht abgeschlossen. Die Juristen des Bundesgerichtshofs haben den Fall wieder an die niedrigeren Instanzen zurück überwiesen. Diese müssen nun unter anderem prüfen, ob durch die Kopierschutzmaßnahmen der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit gewahrt wird und ob "legale Nutzungsmöglichkeiten nicht in übermäßiger Weise beschränkt werden".



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 2,99€
  2. (-50%) 4,99€
  3. (-63%) 34,99€
  4. (-78%) 4,44€

GodsBoss 01. Dez 2014

Nein, habe ich nicht, auch nicht indirekt. Das aus meinen Aussagen zu folgern ist ein...

MrReset 28. Nov 2014

... der auf seine Handheldgeräte ein Regio-Lock packt, hat bei mir schon von vornherein...

_2xs 28. Nov 2014

Wirklich schade, jetzt werde ich mir wohl doch einen 3DS importieren müssen. Aushebeln...

Casandro 28. Nov 2014

Das Problem an "Kopierschutzmaßnahmen" ist ja nicht der "Kopierschutz". Das Problem ist...

furanku1 28. Nov 2014

Da zitiere ich mal Wikipedia zu diesem Unterschied: "Ob diese Zweiteilung beibehalten...


Folgen Sie uns
       


Razer Hypersense angesehen (CES 2019)

Razer hat Vibrationsmotoren in Maus, Handballenablage und Stuhl verbaut - und wir haben uns auf der CES 2019 durchrütteln lassen.

Razer Hypersense angesehen (CES 2019) Video aufrufen
Geforce RTX 2060 im Test: Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber
Geforce RTX 2060 im Test
Gute Karte zum gutem Preis mit Speicher-Aber

Mit der Geforce RTX 2060 hat Nvidia die bisher günstigste Grafikkarte mit Turing-Architektur veröffentlicht. Für 370 Euro erhalten Spieler genug Leistung für 1080p oder 1440p und sogar für Raytracing, bei vollen Schatten- oder Textur-Details wird es aber in seltenen Fällen ruckelig.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Grafikkarte Geforce GTX 1660 Ti soll 1.536 Shader haben
  2. Geforce RTX 2060 Founder's Edition kostet 370 Euro
  3. Turing-Architektur Nvidia stellt schnelle Geforce RTX für Notebooks vor

Schwerlastverkehr: Oberleitung - aber richtig!
Schwerlastverkehr
Oberleitung - aber richtig!

Der Schwerlast- und Lieferverkehr soll stärker elektrifiziert werden. Dafür sollen kilometerweise Oberleitungen entstehen. Dass Geld auf diese Weise in LKW statt in die Bahn zu stecken, ist aber völlig irrsinnig!
Ein IMHO von Sebastian Grüner

  1. Softwarefehler Lime-Tretroller werfen Fahrer ab
  2. Hyundai Das Elektroauto soll automatisiert parken und laden
  3. Kalifornien Ab 2029 müssen Stadtbusse elektrisch fahren

IT-Jobs: Ein Jahr als Freelancer
IT-Jobs
Ein Jahr als Freelancer

Sicher träumen nicht wenige festangestellte Entwickler, Programmierer und andere ITler davon, sich selbstständig zu machen. Unser Autor hat vor einem Jahr den Schritt ins Vollzeit-Freelancertum gewagt und bilanziert: Vieles an der Selbstständigkeit ist gut, aber nicht alles. Und: Die Freiheit des Freelancers ist relativ.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Job-Porträt Die Cobol Cowboys auf wichtiger Mission
  2. IT Frauen, die programmieren und Bier trinken
  3. Software-Entwickler CDU will Online-Weiterbildung à la Netflix

    •  /