Bundesfinanzministerium: Als IT-Berater mehr verdienen als die Bundeskanzlerin

Das Bundesfinanzministerium gibt viel Geld für IT-Berater aus. Für einen Projektleiter wurden 323.000 Euro im Jahr gezahlt.

Artikel veröffentlicht am ,
Eingang zum Finanzministerium
Eingang zum Finanzministerium (Bild: BMF)

Das Bundesfinanzministerium hat einem Bericht des Berliner Tagesspiegel zufolge seine Ausgaben für externe Berater stetig erhöht. Zwischen 2015 und 2019 stiegen die Ausgaben um das Sechsfache. Fast alles Geld geht an die IT-Beratung. Die Zahlen stammen aus einer Aufstellung des Ministeriums für den Haushaltsausschuss. Diese ist nicht öffentlich, liegt dem Tagesspiegel jedoch vor.

Stellenmarkt
  1. IT-Systemadministrator (m/w/d)
    Rems-Murr-Kliniken gGmbH, Winnenden
  2. Softwareentwickler (m/w/d) Java Full Stack & Cloud
    TraceTronic GmbH, Dresden
Detailsuche

Ein spektakulärer Einzelfall: Für einen IT-Projektleiter wurden den Angaben nach in nur zwei Jahren 646.000 Euro bezahlt. Die Bundeskanzlerin bezog das 5/3-Fache des Grundgehalts der Besoldungsgruppe 11 der Besoldungsordnung B - und damit 2020 etwa 299.000 Euro (PDF)

Insgesamt geht es um zweistellige Millionenbeträge. 2015 waren es noch 5,3 Millionen Euro, die das Finanzministerium für externe Beratung ausgab, 2019 waren es 30,4 Millionen Euro. Dabei hat das Ministerium das Geld zum größten Teil untergeordnetenn Behörden wie dem Informationstechnikzentrum Bund zukommen lassen, das die Berater beauftragte. Das geschah 2019 mit zwei Dritteln des Etats. Wenn die Zahlungen an die nachgeordnete Behörden nicht berücksichtigt würden, vervierfachten sich die Ausgaben von 2015 bis 2019 immer noch: 2015 waren es 1,1 Millionen Euro, die das Finanzministerium direkt ausgab, 2019 4,8 Millionen Euro.

IT-Freelancer: Ein Handbuch nicht nur für Einsteiger

Dem Tagesspiegel versicherte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums, dass dies vorübergehende Maßnahmen gewesen seien.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


andkleves 13. Mär 2021

Normalerweise unterliegt der öffentliche Bereich ja der Verpflichtung...

LPferd 13. Mär 2021

Ich kenn das eigentlich nur mit dem Spruch "Wer nix wird, wird Wirt" ^^

malguckn 13. Mär 2021

Also einen der höchsten Tagessätze, die ich kenne, war für einen Partner im Bereich TAX...

malguckn 13. Mär 2021

Tja, das kommt drauf an, ob der PL bereits sich dem Dienst nach Vorschrift in der...

FutureEnergy 13. Mär 2021

Vorschlag: such dir eine Partei, lass Dich aufstehen und mach es besser!! Die Partei...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Softwarepatent
Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten

Microsoft hat eine Klage um ein Software-Patent vor dem BGH verloren. Das Patent beschreibt Grundlagentechnik und könnte zahlreiche weitere Cloud-Anbieter betreffen.
Ein Bericht von Stefan Krempl

Softwarepatent: Uraltpatent könnte Microsoft Millionen kosten
Artikel
  1. Krypto: Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoin behalten
    Krypto
    Angeblicher Nakamoto darf 1,1 Millionen Bitcoin behalten

    Ein Gericht hat entschieden, dass Craig Wright der Familie seines Geschäftspartners keine Bitcoins schuldet - kommt jetzt der Beweis, dass er Satoshi Nakamoto ist?

  2. Fusionsgespräche: Orange und Vodafone wollten zusammengehen
    Fusionsgespräche
    Orange und Vodafone wollten zusammengehen

    Die führenden Netzbetreiber in Europa wollen immer wieder eine Fusion. Auch aus den letzten Verhandlungen wurde jedoch bisher nichts.

  3. Spielfilm: Matrix trifft Unreal Engine 5
    Spielfilm
    Matrix trifft Unreal Engine 5

    Ist der echt? Neo taucht in einem interaktiven Programm auf Basis der Unreal Engine 5 auf. Der Preload ist bereits möglich.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MM Weihnachtsgeschenkt (u. a. 3 Spiele kaufen, nur 2 bezahlen) • PS5 & Xbox Series X mit o2-Vertrag bestellbar • Apple Days bei Saturn (u. a. MacBook Air M1 949€) • Switch OLED 349,99€ • Saturn-Advent: HP Reverb G2 + Controller 499,99€ • Logitech MX Keys Mini 89,99€ [Werbung]
    •  /