Bundesfinanzminister: Homeoffice-Steuerpauschale soll nach Pandemie bleiben

Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) will eine dauerhafte steuerliche Absetzbarkeit für das Homeoffice in der Dreier-Koalition durchsetzen.

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Homeoffice
Homeoffice (Bild: Pexels/CC0 1.0)

Der Bundesfinanzminister will laut einem Bericht der Zeitungen der Funke-Mediengruppe die Absetzbarkeit des Homeoffice verstetigen: "Ich halte es für denkbar, dass wir aus der Ausnahmeregel eine dauerhafte Regel machen", sagte der FDP-Politiker Christian Lindner. "Zahlreiche Beschäftigte wünschen sich mehr Selbstbestimmung. Ich begrüße und fördere das."

Die große Koalition hatte eine Homeoffice-Steuerpauschale beschlossen, um Arbeitnehmer in der Pandemie zu entlasten.

Die Pauschale liegt bei 5 Euro am Tag und maximal 600 Euro im Jahr. Wer wegen Homeoffice nicht zur Arbeit fährt, darf für diese Tage keine Fahrtkosten in seiner Steuererklärung angeben. Insgesamt ist die Regelung bei vielen Arbeitnehmern vermutlich ein Nullsummenspiel.

Es geht nicht darum, die gesamte Jahresarbeitszeit im Homeoffice zu verbringen und dafür die Pauschale zu bekommen, sondern um 120 Tage im Jahr. Als Richtschnur können 220 Arbeitstage im Jahr angesetzt werden.

Bisher gab es ohne eigenes, räumlich abgeschlossenes Arbeitszimmer, das den Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit ausmacht, keine Möglichkeit, die gesamten Kosten für die Arbeit von zuhause steuermindernd in der Einkommensteuererklärung anzugeben, sondern nur maximal 1.200 Euro. Das gilt nur, wenn keine andere Arbeitsmöglichkeit vorhanden ist.

Seit Beginn der Pandemie arbeiten viele Arbeitnehmer regelmäßig im Homeoffice. Dabei entstehen ihnen zusätzliche Kosten etwa für Strom und Heizung. Auch wenn die finanzielle Ersparnis durch die Absetzbarkeit gering ist: Homeoffice kann die Lebensqualität erhöhen, weil Fahrzeiten wegfallen, und durch weniger Individualverkehr der Umwelt zugutekommen.

Zudem soll die Steuererklärung einfacher werden, damit Steuerpflichtige nicht nach jeder einzelnen Information in ihren Unterlagen suchen müssen. Ziel ist es, den Kontakt zwischen Steuerpflichtigen und Finanzverwaltung komplett digital zu machen.

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