Bundesdigitalministerium: Telekom befürwortet Kürzungen bei FTTH-Förderung

Die Deutsche Telekom befürwortet die Kürzungen bei der staatlichen Glasfaserförderung. Das sagte Telekom-Sprecher Henrik Schmitz Golem.de auf Anfrage. "Wir halten das für sinnvoll. Den Eigenausbau würden zudem schnellere, schlankere und digitale Genehmigungsverfahren unterstützen. Dazu kann das Netzausbau-Beschleunigungsgesetz (TK-NABEG) beitragen."
Für das kommende Jahr ist die genaue Fördersumme für den Ausbau von Glasfasernetzen in Ländern und Kommunen noch nicht festgelegt. Die Telco-Verbände forderten zudem bislang vergeblich, im vom Bundeskabinett beschlossenen Telekommunikations-Netzausbau-Beschleunigungs-Gesetz (TK-NABEG) festzulegen, dass Glasfaser-Kabeltiefbau genauso im "überragenden öffentlichen Interesse" liege wie erneuerbare Energien oder Stromnetze. Doch nur der Mobilfunkausbau soll bei naturschutzrechtlichen Prüfungen gleichgestellt werden.
Die Bundesregierung hat die Gigabitförderung im Jahr 2024 von zwei Milliarden Euro auf eine Milliarde Euro reduziert. Das teilte das Bundesdigitalministerium den Bundesländern in einem Schreiben mit.
Telekom baut 4.000 Gemeinde in Bayern aus
Zuvor befürworteten bereits die Verbände Breko (Bundesverband Breitbandkommunikation) und VATM (Verband der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten), in denen Konkurrenten der Telekom organisiert sind, die Kürzung.
In dieser Woche berichtete die Telekom(öffnet im neuen Fenster) , dass man in Bayern die Gemeinde Langenbach (Oberbayern) als 400. Kommune eigenfinanziert ausgebaut habe. Der Anbieter verlegte in den vergangenen eineinhalb Jahren rund 36 Kilometer Glasfaserkabel und stellte 21 Netzverteiler auf.
Seit 2018 seien 1,15 Millionen Haushalte in Bayern mit eigenfinanziertem Ausbau der Telekom versorgt worden, erklärte der Netzbetreiber. Durch geförderte Projekte und Kooperationen kommen etwa 250.000 Haushalte hinzu. In diesem Jahr baut die Telekom in dem Bundesland rund 300.000 Glasfaseranschlüsse. Aktuell arbeitet das Unternehmen in rund 850 Kommunen gleichzeitig am Ausbau.



