• IT-Karriere:
  • Services:

Bundesbildungsministerin: Kein Geld für Schüler-Tablets im Fünf-Milliarden-Digitalpakt

Das Bundesbildungsministerium will im Digitalpakt Schule kein Geld für Schüler-Tablets ausgeben. Für die Geräte sollen arme Familien Hartz-IV-Leistungen beantragen.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Bildungsministerium gibt kein Geld, bleibt wohl nur BYOD - Bring your own device.
Das Bildungsministerium gibt kein Geld, bleibt wohl nur BYOD - Bring your own device. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

In dem geplanten Digitalpakt Schule mit einem Volumen von fünf Milliarden Euro ist kein Geld für Tablets für die Schüler vorgesehen. "Eine Finanzierung von Endgeräten für Schülerinnen und Schüler ist nicht Gegenstand des Digitalpakts Schule", antwortet das Bundesbildungsministerium auf eine Kleine Anfrage der FDP, die der Wirtschaftswoche und Golem.de vorliegt.

Stellenmarkt
  1. SIZ GmbH, Bonn
  2. Stadt Tuttlingen, Tuttlingen

Das Bildungsministerium argumentiert, dass der Bedarf über das Arbeitslosengeld II finanziert werde: "Der Bedarf an den digitalen Endgeräten wird in den Systemen zur Sicherung des Existenzminimums derzeit über die Regelbedarfsleistung gedeckt." Die zunehmend wichtige Funktion digitaler Endgeräte für den Unterrichtsalltag habe hier bereits zu einer Veränderung der rechtlichen Bewertung geführt, argumentiert das Ministerium.

Der FDP-Politiker Jens Brandenburg fordert: "Wenn die Regierung es schon nicht für notwendig hält, Schulen über den Digitalpakt eine Finanzierung von Tablets zu ermöglichen, muss sie zumindest Schülern aus einkommensschwachen Familien unter die Arme greifen", sagte er der Wirtschaftswoche.

"Hartz IV ist blanker Hohn"

"Der Verweis auf den Regelbedarf des Arbeitslosengelds II ist blanker Hohn und hilft den Schülern nicht weiter", sagte Brandenburg Golem.de. "Der Zugang zu digitaler Bildung darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen."

Die frühere Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) hatte im Oktober 2016 erklärt, der Bund werde mit dem Plan DigitalpaktD in den kommenden fünf Jahren allen rund 40.000 Schulen in Deutschland eine schnelle Internetanbindung, WLAN-Hotspots und Computer zur Verfügung stellen. Dafür werde die Bundesregierung fünf Milliarden Euro bereitstellen. Doch im März 2017 wurde berichtet, dass Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) Wanka kein Geld für Digitalisierung der Schulen zur Verfügung stellte.

Union und SPD haben im Koalitionsvertrag festgelegt, dass Schüler in allen Fächern künftig eine digitale Lernumgebung nutzen können. Der Bund stellt fünf Milliarden Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren bereit, davon 3,5 Milliarden in dieser Legislaturperiode. Zuständig ist Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU).

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote

Dwalinn 29. Mai 2018

Der Schultaschenrechner hat damals 7¤ gekostet oder 8-9¤ wenn man ihn im Einzelhandel...

Hotohori 28. Mai 2018

Smartphones tagen nichts als Lösung dafür. 1. hat jeder ein anderes Smartphone, schon...

Garius 28. Mai 2018

Oder Verkäufer im Autohaus Citroen. Echte Story. Klar gibt's Grenzen, gibt's bei der...

blauerninja 28. Mai 2018

Tja, Schröder haben wir HarzIV zu verdanken. Seine Amtszeit.

gersi 28. Mai 2018

...das wäre die Lösung: 1) Religionsunterricht abschaffen....Religionslehrer abschaffen...


Folgen Sie uns
       


Nubia Z20 - Test

Das Nubia Z20 hat sowohl auf der Vorderseite als auch auf der Rückseite einen Bildschirm. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten der Benutzung, wie sich Golem.de im Test angeschaut hat.

Nubia Z20 - Test Video aufrufen
Programmieren lernen: Informatik-Apps für Kinder sind oft zu komplex
Programmieren lernen
Informatik-Apps für Kinder sind oft zu komplex

Der Informatikunterricht an deutschen Schulen ist in vielen Bereichen mangelhaft. Apps versprechen, Kinder beim Spielen einfach an das Thema heranzuführen. Das können sie aber bislang kaum einhalten.
Von Tarek Barkouni

  1. Kano-PC Kano und Microsoft bringen Lern-Tablet mit Windows 10

Fitnesstracker im Test: Aldi sportlich abgeschlagen hinter Honor und Mi Band 4
Fitnesstracker im Test
Aldi sportlich abgeschlagen hinter Honor und Mi Band 4

Alle kosten um die 30 Euro, haben ähnliche Funktionen - trotzdem gibt es bei aktuellen Fitnesstrackern von Aldi, Honor und Xiaomi spürbare Unterschiede. Als größte Stärke des Geräts von Aldi empfanden wir kurioserweise eine technische Schwäche.
Von Peter Steinlechner

  1. Wearable Acer und Vatikan präsentieren smarten Rosenkranz
  2. Apple Watch Series 5 im Test Endlich richtungsweisend
  3. Suunto 5 Sportuhr mit schlauem Akku vorgestellt

Europäische Netzpolitik: Die Rückkehr des Axel Voss
Europäische Netzpolitik
Die Rückkehr des Axel Voss

Elektronische Beweismittel, Nutzertracking, Terrorinhalte: In der EU stehen in diesem Jahr wichtige netzpolitische Entscheidungen an. Auch Axel Voss will wieder mitmischen. Und wird Ursula von der Leyen mit dem "Digitale-Dienste-Gesetz" wieder zu "Zensursula"?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Mitgliederentscheid Netzpolitikerin Esken wird SPD-Chefin
  2. Nach schwerer Krankheit FDP-Netzpolitiker Jimmy Schulz gestorben

    •  /