• IT-Karriere:
  • Services:

Bundesarbeitsgericht: Ex-Mitarbeiter muss für immer im Firmenvideo bleiben

Beschäftigte sollten sich sehr genau überlegen, ob sie Aufnahmen für ein Firmenwerbevideo zustimmen. Denn laut Bundesarbeitsgericht hat ein Ex-Mitarbeiter kaum Chancen auf Löschung.

Artikel veröffentlicht am ,
Bundesarbeitsgericht in Erfurt
Bundesarbeitsgericht in Erfurt (Bild: Bundesarbeitsgericht)

Wer einmal seine Zustimmung gegeben hat, auf einem Werbevideo einer Firma als Beschäftigter aufzutauchen, kann dies nach dem Ausscheiden aus dem Unternehmen nicht ohne weiteres rückgängig machen. Das geht aus einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (Aktenzeichen 8 AZR 1011/13) hervor.

Stellenmarkt
  1. Insight Health GmbH & Co. KG, Waldems
  2. Techniker Krankenkasse, Hamburg

Der Kläger war vom Jahr 2007 bis 2011 für ein Unternehmen der Klima- und Kältetechnik mit etwa 30 Arbeitern tätig. Im Herbst 2008 erklärte er schriftlich seine Einwilligung, dass er als Teil der Belegschaft in Filmaufnahmen zu sehen ist. Die Firma ließ einen Werbefilm herstellen, in dem der Betroffene zweimal erkennbar abgebildet wird.

In einem früheren Urteil hieß es: "In dem betreffenden Video, welches eine Länge von insgesamt circa 3 bis 5 Minuten hat, ist auch der Kläger in zwei kurzen Sequenzen von jeweils circa 2 bis 3 Sekunden zu sehen, und zwar einmal an einem Schaltschrank stehend und zum anderen auf einem Stuhl sitzend."

Das betreffende Video wurde zunächst auf der Homepage der Beklagten eingestellt und kann dort eingesehen werden. Nach seinem Ausscheid klagte der frühere Mitarbeiter und forderte die Entfernung des Videos oder ein Schmerzensgeld von 6.820 Euro.

Er ließ die Firma über seinen Anwalt auffordern, das Video binnen zehn Tagen aus dem Netz zu nehmen. Das Bundesarbeitsgericht entschied jedoch:"Seine ohne Einschränkungen gegebene schriftliche Zustimmung erlosch nicht automatisch mit dem Ende des Arbeitsverhältnisses. Ein späterer Widerruf war grundsätzlich möglich, jedoch hat der Kläger für diese gegenläufige Ausübung seines Rechts auf informationelle Selbstbestimmung keinen plausiblen Grund angegeben. Er kann daher eine weitere Veröffentlichung nicht untersagen lassen und würde durch diese in seinem Persönlichkeitsrecht nicht verletzt werden".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de

Pepo118 24. Feb 2015

Um es nachvollziehen zu können

plutoniumsulfat 24. Feb 2015

Kommt drauf an, will ich im Video einfach nur beispielhaft ein paar Leute zeigen, dann...

plutoniumsulfat 24. Feb 2015

2 x 3 Sekunden? Da könnte man eher schlecht nachgucken, wer gemeint ist ;)

redwolf 23. Feb 2015

Kein Text

Niaxa 23. Feb 2015

In dem Fall ist es nach Einwilligung zum Dreh ebenfalls der Job. Schließlich werden...


Folgen Sie uns
       


Playstation 5: Sony macht das Rennen
Playstation 5
Sony macht das Rennen

Die Playstation 5 liegt preislich zwischen Xbox Series S und Xbox Series X. So schlägt Sony zwei Microsoft-Konsolen mit einer eigenen.
Ein IMHO von Marc Sauter

  1. Sony Weitere Playstation 5 für Vorbesteller angekündigt
  2. Spielekonsole Playstation 5 ist nicht zu älteren Spielen kompatibel
  3. Hogwarts Legacy Potter-Solo-RPG und Final Fantasy 16 angekündigt

Verkehrswende: Zaubertechnologie statt Citybahn
Verkehrswende
Zaubertechnologie statt Citybahn

In Wiesbaden wird um den Bau einer Straßenbahn gestritten, eine Bürgerinitiative kämpft mit sehr kuriosen Argumenten dagegen.
Eine Recherche von Hanno Böck

  1. Fernbus Roadjet mit zwei WLANs und Maskenerkennung gegen Flixbus
  2. Mobilität Wie sinnvoll sind synthetische Kraftstoffe?

Burnout im IT-Job: Mit den Haien schwimmen
Burnout im IT-Job
Mit den Haien schwimmen

Unter Druck bricht ein Webentwickler zusammen - zerrieben von zu eng getakteten Projekten. Obwohl die IT-Branche psychische Belastungen als Problem erkannt hat, lässt sie Beschäftigte oft allein.
Eine Reportage von Miriam Binner


      •  /