Bundes-Klimaschutzgesetz: Die Bundeswehr wird grüner

Die Bundesverwaltung soll bis 2030 klimaneutral sein. Dazu gehört auch die Bundeswehr, die auf erneuerbare Energien und Elektrofahrzeuge umsteigen soll.

Ein Bericht von veröffentlicht am
Fahrzeugkolonne der Bundeswehr: Panzer sollen mit synthetischen Kraftstoffen fahren.
Fahrzeugkolonne der Bundeswehr: Panzer sollen mit synthetischen Kraftstoffen fahren. (Bild: Bundeswehr/Marco Dorow)

Wie alle staatlichen Stellen ist auch die Bundeswehr Teil der Klimastrategie der Bundesregierung: Nach dem Bundes-Klimaschutzgesetz soll die Bundesverwaltung bis zum Jahr 2030 klimaneutral sein, das gelte auch für das Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) und seinen Geschäftsbereich, also die Streitkräfte und Behörden der Wehrverwaltung, sagte eine Sprecherin des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr Golem.de.

Inhalt:
  1. Bundes-Klimaschutzgesetz: Die Bundeswehr wird grüner
  2. Synthetische Treibstoffe für Sonderfahrzeuge
  3. Auch andere Armeen elektrifizieren

Das Ziel der Maßnahmen der Bundeswehr laute "Vermeiden, Vermindern, Kompensieren", sagte sie. Dazu gehört erst einmal, weniger Emissionen zu erzeugen, indem weniger Energie benötigt wird. Das will die Bundeswehr beispielsweise durch eine technische Modernisierung in der Verwaltung oder im Liegenschaftsbetrieb erreichen. Eine andere Möglichkeit ist, Besprechungen, wo das möglich ist, digital durchzuführen, statt Dienstreisen zu organisieren.

Die Bundeswehr setze bereits heute dort, wo es sinnvoll ist, erneuerbare Energien ein, sagte die Sprecherin. Daneben investiert die Bundeswehr in Systeme, um selbst sauberen Strom zu erzeugen. Das hat nach Angaben der Sprecherin mehrere Vorteile: Emissionen werden vermieden, was hilft, die Klimaziele zu erreichen. Zudem sei es wirtschaftlich, weil weniger Strom von Versorgern bezogen werde. Und schließlich mache es die Bundeswehr in Krisensituationen unabhängiger von einer Versorgung von außen.

Die Bundeswehr soll emissionsfrei fahren

Im Fokus steht dabei natürlich auch die Fahrzeugflotte. So gebe es "eine Vielzahl von Studien, Pilotprojekten und Maßnahmen zur Defossilisierung der Mobilität und des Liegenschaftsbetriebes", sagte die Sprecherin. Allerdings ist die Bundeswehr da noch am Anfang.

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Aktuell verfügt sie über etwa 130 Plugin-Hybride, darunter den VW Passat GTE und den Skoda Superb iV, sowie 120 vollelektrische handelsübliche Fahrzeuge, den BMW i3 oder den Renault Zoe. Auch ein Brennstoffzellenfahrzeug, ein Toyota Mirai der ersten Generation, gehört zum Fuhrpark. Hinzu kommen 350 Elektrofahrzeuge, die die Bundeswehr auf ihren Liegenschaften einsetzt. Es sind elektrisch angetriebene Nutzfahrzeuge etwa für die Geländebetreuung.

Doch im Vergleich zum Verbrenner-Fuhrpark der Bundeswehr ist diese Zahl verschwindend gering: Denn insgesamt gehören zum Fuhrpark nach Angaben der BwFuhrparkService GmbH, einer sogenannten Inhouse-Gesellschaft des Bundes, rund 35.000 Fahrzeuge.

Ladestationen werden gebaut

Allerdings ist geplant, in den kommenden Jahren eine signifikante Anzahl an elektrifizierten Fahrzeugen anzuschaffen. "Zu den mittelfristigen Zielen gehört u.a. der Betrieb einer Elektroauto-Flotte", erklärte die Sprecherin. Um diese zu laden, will das Militär auch eine große Zahl an Ladeeinrichtungen installieren.

Das gilt aber nur für die konventionellen Fahrzeuge. Dass die sogenannten Einsatz- und Gefechtsfahrzeuge umgestellt werden, ist höchst unwahrscheinlich.

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Synthetische Treibstoffe für Sonderfahrzeuge 
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Eheran 18. Mai 2022

Aus einem Panzer kommen "keine" Magnetfelder, da alles von haufenweise Stahl umgeben ist...

_2xs 17. Mai 2022

Wieso muß die BW eigenes Geld erwirtschaften, um Geld zu investieren? Der Zusammenhang...

Waswei... 13. Mai 2022

Wer den Einsatzzweck einer Armee mit Zerstörung definiert, ist auch nicht gesünder.

Flexy 12. Mai 2022

Fun Fact: Bei niedrigen Geschwindigkeiten sind heute Verbrenner-Autos (vor allem obere...



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