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Bund und Länder: BMW dominiert bei elektrischen Politiker-Dienstwagen

Nur langsam steigt der Anteil von Elektroautos bei den Regierungen von Bund und Ländern. Im Digitalministerium gibt es sogar elektrisches Carsharing .
/ Friedhelm Greis
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Der BMW i7 ist der beliebteste elektrische Dienstwagen bei Spitzenpolitikern. (Bild: BMW)
Der BMW i7 ist der beliebteste elektrische Dienstwagen bei Spitzenpolitikern. Bild: BMW

Spitzenpolitiker von Bund und Ländern nutzen noch überwiegend Verbrennerfahrzeuge oder Plug-in-Hybride als Dienstwagen. Nur 87 der 238 Fahrzeuge verfügten über einen rein elektrischen Antrieb, teilte die Deutsche Umwelthilfe (DUH)(öffnet im neuen Fenster) am 19. August 2025 mit. Die drei beliebtesten Modelle stammen dabei vom Münchner Hersteller BMW, gefolgt von einem Audi und einem Mercedes-Benz.

Ebenso wie im Vorjahr nutzt kein Regierungsmitglied auf Bundes- und Landesebene einen Tesla. Auch andere Marken haben es schwer, die Dominanz der Oberklassehersteller Audi, BMW und Mercedes-Benz zu durchbrechen.

In den Listen der DUH findet sich nur ein einziges Modell, das nicht von den drei Herstellern stammt. Der VW ID.7 Tourer Pro S wird vom niedersächsischen Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne (SPD) gefahren(öffnet im neuen Fenster) .

Amthor und Jarzombek teilen sich ein Auto

Eine Besonderheit findet sich in der Liste der Bundesministerien(öffnet im neuen Fenster) . Im Bundesdigitalministerium teilen sich die Parlamentarischen Staatssekretäre Thomas Jarzombek und Philipp Amthor (beide CDU) einen Audi Q4 E-Tron. Noch klimafreundlicher sind die Bremer Umweltsenatorin Katrin Moosdorf und der Hamburger Verkehrssenator Anjes Tjarks. Die beiden Grünen-Politiker haben den Angaben zufolge(öffnet im neuen Fenster) gar keinen Dienstwagen.

Länder haben noch Nachholbedarf

Laut DUH ist auf Bundesebene der Anteil an rein batterieelektrischen Dienstwagen im Vergleich zum Vorjahr von 50 auf 57 Prozent gestiegen. In den Ländern wird hingegen nur zu 29 Prozent auf reine Elektroautos gesetzt.

"Mit Verbrauchswerten von 14,5 bis hin zu 24 Kilowattstunden je 100 Kilometer aller eingesetzten Elektrofahrzeuge gibt es jedoch enorme Unterschiede, die nur durch einen günstigen Strommix in diesem Jahr abgefedert werden" , heißt es einschränkend. Daher will der Verein künftig verstärkt die Effizienz der eingesetzten Elektroautos überprüfen.

Für die diesjährige Berechnung geht die DUH von einem CO 2 -Ausstoß von 363 g/kWh nach dem deutschen Strommix 2024 aus. Beim Stromverbrauch der E-Autos nimmt der Dienstwagencheck die WLTP-Angaben der Hersteller als Maßstab. Diese stimmen häufig jedoch nicht mit dem realen Verbrauch überein.

Grüne mit niedrigstem Flottenwert

Die Beliebtheitsskala(öffnet im neuen Fenster) führt in diesem Jahr der BMW i7 xDrive 60 vor dem BMW i5 eDrive40 und dem BMW i7 eDrive50 an. Es folgen der Audi S6 Sportback E-Tron vor dem Mercedes-Benz EQS 580 4Matic.

Unter den Parteien(öffnet im neuen Fenster) weisen die Grünen mit 75 Gramm pro km den niedrigsten CO 2 -Ausstoß der Dienstwagenflotte aus. Mit 148 Gramm pro km fällt der Wert bei der FDP fast doppelt so hoch aus. Im Sinne des Klimaschutzes dürfte dabei sein, dass die FDP derzeit nur drei Regierungsmitglieder auf Bundes- und Landesebene stellt.


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