Build-Architektur: Ubuntu will vorerst weiter 32-Bit-x86-Pakete bauen

Kehrtwende bei Ubuntu: Das Team will doch 32-Bit-Pakete der x86-Architektur für die kommenden Versionen anbieten - allerdings nur ausgewählte. Und das Ende der Architektur wird nur verschoben.

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Das Hermelin ist der Namensgeber der kommenden Ubuntu-Version 19.10.
Das Hermelin ist der Namensgeber der kommenden Ubuntu-Version 19.10. (Bild: hardi_630/Public Domain)

Der Druck der Community und die unzähligen negativen Rückmeldungen haben das Ubuntu-Team bewogen, ihren Plan, die i386-Build-Architektur einzustellen, anders als geplant doch nicht komplett einzustellen. Das schreiben die Beteiligten im Ubuntu-Blog, in dem sie sich auch für das "riesige Feedback" der Community bedanken. Demnach wird es auch für das kommende Ubuntu 19.10 alias Eoan Ermine und Ubuntu 20.04 LTS noch 32-Bit-x86-Pakete geben.

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Die vorhergehenden Diskussionen der Ubuntu-Entwickler zu diesem Thema hätten nie die nun gesehene Leidenschaft der Community geweckt, so dass das Team den Entschluss zur Kehrtwende in einem klaren Konsens getroffen habe.

Massive Probleme für externe Entwickler

Eigentlich hatte das Team den Support für die Build-Architektur mit dem historischen Namen i386 in Ubuntu beenden wollen. Zwar hätten 32-Bit-Anwendungen dann noch nativ ausgeführt werden können, nur hätte jedes betroffene Softwareprojekt dann seine Abhängigkeiten selbst pflegen müssen, statt die Pakete der Distribution verwenden zu können. Unter anderem deshalb gab es massive Kritik an dem Plan aus dem Wine-Projekt, von Hersteller Valve für seine Spieleplattform Steam oder auch von Ubuntu Studio.

Für die kommenden Versionen will das Ubuntu-Team einen "Community-Prozess" einsetzen, der darüber entscheiden soll, welche Pakete die Distribution zur Unterstützung der i386-Architektur weiter anbietet. Sollten dabei Abhängigkeiten vergessen werden, will das Team diese auch noch nach der Veröffentlichung der Ubuntu-Version als Paket nachreichen. Die kommerziellen Konkurrenten von Red Hat und Suse bieten für ihre 64-Bit-Distributionen der x86-Architektur ebenfalls weiter mehrere Hundert 32-Bit-Pakete an.

Das Ende ist nur verschoben

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Mit der Entscheidung, die i386-Architektur auch in dem kommenden Ubuntu 20.04 LTS zu unterstützen, hat das Team nun mindestens ein Jahr Zeit, das immer noch geplante "ultimative Ende der 32-Bit-Bibliotheken" mit den vielen Beteiligten zu diskutieren, wie der Ubuntu-Hersteller schreibt.

Wie auch bisher schon vorgesehen, soll zur Kompatibilität für alte Anwendungen auf neuen Ubuntu-Versionen auf Container-Technik gesetzt werden. Sowohl LXD als auch Snaps unterstützen beide 32-Bit-Umgebungen, um diese Probleme langfristig zu lösen, wie das Team schreibt. Ob das eine für alle zufriedenstellende Lösung ist, muss die Diskussion mit der Community nun zeigen.

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