Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Build a Rocket Boy: Everywhere wird eher kein GTA-Konkurrent

Gamescom 22
GTA-Miterfinder Leslie Benzies hat Everywhere vorgestellt. Trotz Autos und offener Welt hat es wohl nichts mit Grand Theft Auto zu tun.
/ Peter Steinlechner
3 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Artwork von Everywhere (Bild: Build a Rocket Boy)
Artwork von Everywhere Bild: Build a Rocket Boy

Bislang galt es als einigermaßen sicher, dass Leslie Benzies – GTA-Miterfinder und langjähriger Producer bei Rockstar Games – unter anderem mit seinem Millionenvermögen einen Konkurrenten für Grand Theft Auto entwickelt. Nun stellte er das Projekt mit dem Titel Everywhere bei der Gamescom 22 erstmals vor.

Seitdem ist offensichtlich, dass Benzies mit seinem schottischen Entwicklerstudio Build a Rocket Boy(öffnet im neuen Fenster) ganz andere Pläne als ein neues GTA hat.

In den Szenen aus Everywhere sind zwar Autos in einer mutmaßlich offenen Welt unterwegs, aber diese erinnert eher an sehr bunte Planeten in einem Zeichentrickuniversum und weniger an Los Santos oder Liberty City.

Das Studio legt in der Präsentation Wert darauf, dass Spieler selbst kreativ werden können. Hinweise auf handlungsbasierte Abenteuer gibt es nur am Rande. Allerdings: Am Ende des Trailer sind ein paar kurz geschnittene, düstere Szenen zu sehen, die auch Erwachsene ansprechen könnten.

Everywhere entsteht auf Basis der Unreal Engine 5, die Veröffentlichung ist nach aktuellem Stand für 2023 geplant. Bis dahin soll es weitere Informationen zu dem Spiel geben.

Benzies ist zusammen mit Sam und Dan Houser einer der entscheidenden Entwickler aller bisher veröffentlichten Grand Theft Auto sowie von Red Dead Redemption. Im Sommer 2015 verlor er seinen Posten bei Rockstar Games.

Millionenschwerer Rechtsstreit zwischen Benzies und Rockstar Games

Nach der Trennung kam es zwischen Benzies und dem Studio zu einem mittlerweile abgeschlossenen Rechtsstreit, in dem es um 150 Millionen US-Dollar ging. Wer letztlich wie viel Geld erhielt, ist nicht bekannt.

Ende September 2020 wurde bekannt, dass Investoren um den chinesischen Technologiekonzern Netease für die Produktion von Everywhere rund 41 Millionen US-Dollar bereitgestellt hatten. Auch Benzies selbst dürfte über beträchtliche Mittel verfügen, um die Entwicklung des Titels zu ermöglichen.


Relevante Themen