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Build 9860: Windows 10 jetzt mit Info-Center für Benachrichtigungen

Das erste größere Update für die Technical Preview von Windows 10 wird derzeit verteilt und bringt erstmals das Benachrichtigungscenter für Dinge wie Chats und E-Mails mit. Zudem können Teilnehmer am Insider-Programm nun die Updates schneller erhalten, wenn sie das möchten.
/ Nico Ernst
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Das neue Info-Center von Windows 10 (Bild: Microsoft)
Das neue Info-Center von Windows 10 Bild: Microsoft

Seit dem 21. Oktober 2014 wird über die Funktion Windows Update das Build 9860 der Vorabversion von Windows 10 verteilt. Das gab Microsoft im Windows-Blog(öffnet im neuen Fenster) bekannt. Neben den schon bekannten neuen Fensteranimationen ist die größte funktionale Neuerung des aktuellen Builds das in den englischen Versionen Action Center genannte Fenster. Es entspricht einer ähnlichen Funktion von Windows Phone, wie Microsoft schreibt. Bei diesem Betriebssystem heißt die gleiche Sache Info-Center. Mit Windows 10 will das Unternehmen die Oberflächen aller Windows-Versionen vereinheitlichen.

Windows 10 Technical Preview - Überblick
Windows 10 Technical Preview - Überblick (02:01)

Das Info-Center soll sämtliche Benachrichtigungen von Apps anzeigen, beispielsweise eingehende E-Mails, Chat-Nachrichten oder Facebook-Meldungen, aber auch, wenn Updates von Apps installiert wurden. Das erinnert stark an Android. Das Info-Center ist im Benachrichtigungsfeld (System Tray) des klassischen Windows-Desktops untergebracht. Welche Voraussetzungen zum Beispiel ältere Programme erfüllen müssen, um dort Benachrichtigungen anzeigen zu können, hat Microsoft noch nicht beschrieben.

Das Unternehmen betont aber, dass das Aussehen und die Funktionen noch nicht fertiggestellt seien. So soll es später Schnellaktionen geben, die offenbar unter anderem zum direkten Beantworten von Chats gedacht sind.

Warum es die neuen Fensteranimationen gibt, hat Microsoft nun auch erklärt: Die Rückmeldungen von Anwendern hätten ergeben, dass die Nutzer nicht mehr klar erkennen würden, mit welchem von mehreren möglichen Desktops sie gerade arbeiteten. Daher, so die Entwickler, habe man das Umschalten der Desktops nun auch grafisch sichtbar gemacht. Eine andere als Neuerung beschriebene Funktion ist eigentlich gar keine: Werden die Windows-Taste, Shift, und eine Pfeiltaste gedrückt, kann das gerade aktive Fenster auf einen anderen Monitor verschoben werden. Das klappt aber genau so auch schon mit Windows 7 mit Mehrschirmsystemen.

Schnellere Updates für Windows Insider

Bei der Technical Preview , die seit Oktober 2014 verfügbar ist, handelt es sich immer noch um eine Beta-Version, auch wenn Microsoft das nicht so nennt. Beleg dafür sind die Programmfehler, die das Unternehmen in seinem Blog benennt. So stürzen die mitgelieferten Spiele Solitaire und Mahjong manchmal ab, Microsoft bezeichnet sie sogar als "kaputt" . Wenn zwei Monitore über die USB-Verbindung Display Link angeschlossen sind, kann es beim Abziehen der Kabel sogar zu Bluescreens kommen. Und auch die Gestaltung der gesamten Benutzeroberfläche hat mit Build 9860 an einigen Stellen Rückschritte gemacht, zum Beispiel beim Verbinden mit einem WLAN. All das soll später repariert werden, versprechen die Entwickler.

Künftig soll es noch häufiger frei verfügbare neue Builds geben - in welchen Abständen, hat Microsoft aber noch nicht genau umrissen. Einen Anhaltspunkt gibt das Unternehmen aber: Das aktuelle Build wurde anderthalb Wochen vor der Veröffentlichung erstellt. Die Daily-Builds testet Microsoft in einer kleinen internen Arbeitsgruppe namens Canary, erst dann werden sie der gesamten Betriebssystemabteilung (OSG) zur Verfügung gestellt.

Die nächste Stufe des Testens läuft dann auch bei anderen Sparten von Microsoft. Erst, wenn ein Build auch dort besteht, wird es an die Teilnehmer des Windows-Insider-Programms verteilt. Dieses Programm hatte Microsoft mit der Technical Preview gestartet, nur wer daran teilnimmt, erhält die neuen Builds automatisch.

Dabei gibt es nun eine neue Zwischenstufe, die auch eine neue Einstellung in Windows-Update mit sich bringt. Darin können Tester zwischen langsam (slow) und schnell (fast) für die Aktualisierungen umschalten. Wer schnellere Updates will, bekommt aber auch weniger gut getestete Versionen, sollte sich also auf mehr Probleme einstellen. Nur Builds, die bei den Fast-Nutzern gut laufen, werden an die Slow-Anwender weitergegeben.


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