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Buglas: Telekom ist ein aktives Mitglied unter vielen, das sich einbringt

Buglas-Geschäftsführer Maximilian Bunse sagte Golem auf Anfrage: "Die Behauptung, die Telekom habe sich einen Verband 'gekauft', weist der Buglas entschieden zurück. Der Buglas ist die Gesamtheit seiner Mitglieder und war weder in der Vergangenheit noch ist er heute oder künftig käuflich."

Richtig sei: Der Buglas habe sich in den vergangenen Jahren – insbesondere in den letzten zwei Jahren – verändert. Diese Entwicklung sei das Ergebnis mehrerer Faktoren, darunter Veränderungen in der Mitgliedsstruktur, ein neuer Vorstand sowie neue Impulse aus Politik und weiteren internen und externen Stakeholdern.

Dies betreffe nicht nur den Buglas, sondern sei in der gesamten Branche zu beobachten. "Während gemeinsame Ausbauvorhaben zwischen regionalen Stadtwerken und großen, international agierenden Konzernen vor einigen Jahren noch kaum vorstellbar waren, sind sie heute vielfach gelebte Praxis" , betonte Bunse.

"Losgelöst von alten Denkmustern und Feindbildern"

"Unser Anspruch ist es, die relevanten Fragen der ausbauenden Branche mit der Branche selbst zu diskutieren, so wie sie sich im Querschnitt der Buglas-Mitglieder abbildet, und dies losgelöst von alten Denkmustern und alten Feindbildern" , sagte er.

Man diskutiere Positionen kontrovers in den Gremien und führe sie in aller Regel zu tragfähigen Branchenkompromissen zusammen, so Bunse. Der Unterschied zu früher bestehe darin, dass diese Debatten "heute konstruktiv und sachorientiert innerhalb des Verbandes geführt" würden – nicht auf der öffentlichen Bühne.

In diesem Prozess sei die Telekom ein aktives Mitglied unter vielen, das sich einbringt, ebenso wie andere Unternehmen. "Dass Positionen kleinerer Unternehmen inzwischen auch Eingang in die eigene Positionierung der Telekom finden, bestärkt mich in diesem Vorgehen" , erklärte Bunse.

Es sei richtig, dass sich die "verglichenen Fragmente unserer Stellungnahmen unterscheiden" , räumte Bunse ein. Was in der Darstellung jedoch fehlt, sei die Einordnung, wie diese Unterschiede zustande kommen.

Der Autor meint:

Vodafone setzt seine Interessen in den Verbänden VATM und Anga durch, EWE ist im Breko tonangebend, dabei wird ein Ausgleich der verschiedenen Positionen der Mitglieder gesucht. Die Telekom hatte hier bisher keine solche Stimme – eine Lücke, die der Buglas nun füllt und dabei die bisherigen Positionen nahtlos aufgibt, ohne dies bisher transparent zu begründen.

Totaler Zufall also, dass sich die Positionen nach Eintritt der Telekom um 180 Grad gewandelt haben und nicht vorher? Das erinnert fast ein bisschen an George Orwells 1984.


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