Buglas-Jahreskongress: 250 MBit/s werden laut Netcologne nicht ausreichen
Internetzugänge mit Datenraten von 200 und 250 MBit/s werden aus Sicht des Stadtnetzbetreibers Netcologne bald nicht mehr ausreichen. Wie Horst Schmitz, Bereichsleiter Technik bei Netcologne, am 6. Dezember 2017 auf dem Jahreskongress des Bundesverbands Glasfaseranschluss (Buglas) sagte, steigt der Bedarf der Kunden ständig. Darum müssten die Netzbetreiber immer nach vorn schauen und vorbereitet sein.
Telekom-Chef Tim Höttges hatte zuvor gefordert, die Anbieter sollten sich nicht überschlagen mit den Datenraten, die sie verkaufen. "Kein einziger Case sieht für Privathaushalte mehr als 250 MBit/s bis zum Jahr 2025 vor. Keiner kommt auf 1 GBit/s", sagte Höttges. Schmitz meinte dagegen, keiner könne jetzt schon wissen, welche Datenrate in einigen Jahren benötigt werde.
G.fast läuft gut inhouse
G.fast sei eine sinnvolle Ergänzung für den Breitbandkonsum, habe der Einsatz bei dem Stadtnetzbetreiber gezeigt. Der chinesische Ausrüster "ZTE hat G.fast komplett überarbeitet für die Anforderungen bei Netcologne", erklärte Schmitz. Alles habe genau in die vorhandenen Vorrichtungen und Bohrungen passen müssen.
Nach 250 Metern verliert G.fast seine Wirkung. G.fast sei gut einsetzbar, um im Haus 20 bis 35 Meter zu überbrücken. Die 1,8 GBit/s Kapazität sind frei im Download oder Upload aufteilbar und sollen ab dem Jahr 2018 bei 212 MHz genutzt werden können. Laut Schmitz ist G.fast "im FTTB-Umfeld der Gigabit-Booster für den Massenmarkt bei unter 100 Metern Länge. Super Vectoring macht eigentlich niemand außer der Telekom." Die Endgeräte für G.fast bei 212 MHz seien in 3 bis 4 Monaten verfügbar.
Bis 212 MHz habe es keine Probleme mit anderen Störungen des UKW-Radios oder bei Babyphones gegeben. "Es könnte aber Probleme geben bei G.fast mit 500 oder 800 MHz, weil dies Hochfrequenztechnik ist", sagte Schmitz.
Peihong Hou, Senior Sales Director bei ZTE Deutschland, sagte, FTTB (Fiber To The Building) spare mindestens 18 Prozent der Kosten im Vergleich zu FTTH.
Netcologne baut das Netz nach dem Open-Access-Prinzip, 1&1 ist bereits Partner und vermarktet die Netzzugänge des Kölner Betreibers.
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